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I Still Know What You Did Last Summer (1998)



Bevor der Remake-Wahn im Genre anfing, gab es die große Sequel-Welle, von der auch I Know What You Did Last Summer betroffen war. Man ließ nicht viel Zeit verstreichen und brachte ein Jahr nach Release direkt die Fortsetzung mit I Still Know What You Did Last Summer in die Kinos, mit mäßigem Erfolg und mäßiger Qualität.

"This island didn't have a murder rate until you people showed up!"

Julies Leben hat sich größtenteils wieder in die gewohnten Bahnen geordnet. Deshalb freut sie sich auf die kommende Reise auf die Bahamas, die ihre Mitbewohnerin Karla am Telefon gewohnen hat. Zusammen mit deren Freund und einem anderen Typen macht man sich auf in die Karibik. Das Problem ist, die Hauptsaison ist zu Ende, die Zeit der Tropenstürme beginnt. Die Insel, inklusive Hotel, ist nahezu menschenleer. Schon bald meuchelt sich der Killer mit dem Haken durch die Palmen...

Fortsetzungen haben selten mehr Gründe, als Kohle zu scheffeln. Trotzdem gibt es auch einige qualitativ wertvolle Sequels. I Still Know What You Did Last Summer gehört leider nicht dazu. Der Film liefert von allem, was im Vorgänger bereits mies war, noch mehr. Keine Charakterisierung, eine unglaubwürdige Story und viel Leerlauf und Langeweile. Lediglich das Setting mit der von der Außenwelt abgeschnittenen Insel ist erfrischend anders. Genutzt wird sie jedoch selten, da der Großteil der Handlung im handelsüblichen Hotel spielt.


Die Besetzung erfolgte ebenfalls wieder den stereotypischen Prinzipien. Neben Jennifer Love Hewitt, die dieses Mal freizügiger durch die Gänge flüchtet, und Freddie Prinze Jr., sind dieses Mal die zur damaligen Zeit ebenfalls angesagten Brandy und Mekhi Phifer an Bord. In einer kleinen Nebenrolle als nerviger Drogendealer ist Jack Black zusehen. Die erweiterte Besetzung sorgt immerhin für den einen oder anderen Lacher und so wirkt der Streifen nicht ganz so trocken wie der Vorgänger.

Der einzige Grund den Film öfter zu sehen, ist der famose Soundtrack. Musik ist Kunst - Kunst ist Geschmackssache, aber der Music Supervisor des Films ist wirklich zu loben. Die fantastischen Tracks von Hooverphonic, Imogen Heap, Esthero und Lamb passen perfekt. Dass Jennifer Love Hewitt selbst noch etwas trällern durfte im und über den Film sei mal dahin gestellt.

Man kann sich die ersten beiden I Know... Filme auch heute noch just for fun ansehen, sollte allerdings nicht mehr als grade so durchschnittliche Slasher-Kunst erwarten. Heute dürfte es zumindest das Sequel qualitativ gesehen nicht mehr ins Kino schaffen. Solide!


VÖ: 1998 Laufzeit: 100 Minuten FSK: 16 R: Danny Cannon D: Jennifer Love Hewitt, Freddie Prinze Jr., Mekhi Phifer, Brandy, Jack Black
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Christian

Bildquelle: Columbia Pictures

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