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Captain America: The Winter Soldier (2014)



In den letzten Jahren hat Marvel ein Erfolgsrezept, das seines gleichen sucht, für seine Superheldenfilme entwickelt. In der Tat während andere Hollywood Bid Budget Produktionen entweder an den Kassen oder qualitativ floppen, schafft man es mit Thor, Captain America, den Guardians oder den Avengers am laufenden Band hochwertige und erfolgreiche Franchises zu etablieren.

"Before we get started, does anyone want to get out?"

Und auch die Captain America Verfilmung der zweiten Marvel-Phase ist mehr als gelungen. Im Gegensatz zum ersten Film, der höchstens durchschnittlich war und auch als schwächster Film der ersten Phase gilt, legt der zweite Streifen in allen Belangen zu. Zwar gibt es im Finale eine große Actionorgie, doch zuvor erinnert The Winter Soldier viel mehr an einen klassischen Thriller. Hauptsächlich geht es darum interne Verschwörungen aufzudecken. Es gibt sogar die eine oder andere unerwartete Wendung, wenn gleich das eigentliche Mysterium, der Winter Soldier, für die meisten aufmerksamen Zuschauer bereits nach wenigen Minuten entlarvt zu sein scheint.

The Winter Soldier ist viel mehr Mission Impossible als The Avengers. Die Story ist nicht der Weisheits letzter Schluß, aber trotzdem enorm spannend und zu keiner Zeit langweilig. Ein Grund dafür ist die konsequente Weiterentwicklung der Figur Captain America, die im Vorgänger noch zahm und konturlos wirkte. Der andere Grund ist die Verlagerung in die Gegenwart und somit einer Fortsetzung zum ersten Avengers Film. Trotzdem muss man nicht auf alle Charaktere aus The First Avenger verzichten, im Gegenteil.


Die Besetzung funktioniert dennoch besser als in The First Avenger. Mit den Avengers Stammleuten wie Scarlett Johansson (toll wie eh und je), Samuel L. Jackson und Cobie Smulders harmoniert Chris Evans einfach besser. Generell ist vor allem dessen Leistung wesentlich ansprechender als zuvor. Mit Robert Redford hat man sogar einen richtigen Knaller verpflichtet und was soll ich sagen? Er enttäuscht auf keinen Fall. Black Widow (Johansson) und Cap. America (Evans) harmonieren als Buddys. Schön, dass Black Widow nicht nur eine Randfigur ist, sondern nahezu gleichgestellt ist mit der männlichen Heldenfigur.

Optisch ist der Film im Vergleich zum Avengers Assembly Film schon fast geerdet. Natürlich gibt es Explosionen und Action, aber dazwischen, während der ruhigen Töne, kann der Film auch die ein oder andere visuelle Schönheit anbieten. Zur gewohnten Marvel-Formel gehört natürlich auch eine Prise Humor, die zwar, wie im ersten Teil nicht ganz so comichaft ist wie in Thor, aber dennoch einige witzige Szenen und Quotes liefert.

Die Effekte des Films sind natürlich grandios. Mir gefällt vor allem die Mischung aus CGI- und handgemachter Action. Besonders die Autoverfolgungsjagd Nick Fury's ist grandios inszeniert. Auch die Faustkämpfe Captain Americas mit seinen Widersachern sind hervorragend, vor allem dank echter Prügelknaben wie Georges St. Pierre und Frank Grillo.

Captain America: The Winter Soldier ist als Fortsetzung nicht nur deutlich besser als sein Vorgänger, nein der zweite Teil des patriotischen Superhelden ist wirklich eine faustdicke Überraschung. Spannende Story, tolle Inszenierung und eine, wie immer, bezaubernde Scarlett Johansson sorgen für ein wahres Spektakel!

OT: Captain America: The Winter Soldier DT: Captain America 2 - Return Of The First Avenger VÖ: 2014 Laufzeit: 128 Minuten FSK: 12 R: Joe Russo, Anthony Russo D: Chris Evans, Scarlett Johansson, Robert Redford, Cobie Smulders, Samuel L. Jackson, Anthony Mackie
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Christian

Bildquelle: Disney, Marvel

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