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Smiley (2012)



Über 32 Mio Trailerklicks können nicht irren - dachte man damals. Ein regelrechter Hype spukte im Netz um den kommenden Horrorschocker Smiley, mit seinem in der Tat famosen Anheizer in 90 Sekunden. Dass der Film dem Anspruch nicht gerecht wird, war ebenfalls vorhersehbar. Ganz so schlecht wie es euch die imdb Wertungen weiß machen wollen, ist der Slasher jedoch nicht.

Smiley ist ein Serienkiller. Ein Mythos, eine urbane, gleichzeitig moderne Legende. Ein Mörder über den niemand etwas weiß, außer dass er töten wird, wenn du den Satz "I did it for the lulz" 3x irgendwo eintippst. Ashley ist neu am College und wird, nach dem sie den erwähnten Spruch abgetippt hat, direkt mit dem Killer konfrontiert oder ist doch alles nur Einbildung?

Smiley ist ein klassischer Slasher, mit den üblichen Stereotypen. Einzige Neuerung ist der Umgang mit den neuen Medien und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft. Doch keine Angst, die Gesellschaftskritik hält sich nahezu komplett im Hintergrund. Im Vordergrund stehen die üblichen wunderschönen, gebräunten, operierten Typen und Chicks, die ihr aus jedem anderen Teenie-Slasher schon kennt.

Um überhaupt Gefallen an dem Film zu haben, muss man sämtliche Logik ausblenden. Anders geht es nicht, anders funktioniert es nicht. Smiley verlangt dem Zuschauer so einigen geistigen Dünnbrei ab. Auch in Sachen Inszenierung und Schauspielkunst gewinnt der Film keine Preise.

Dafür schafft er es jedoch eine gewisse Atmosphäre aufzubauen und euch immer wieder mit (zum Teil lächerkich vorhersehbaren)Jump Scares zu erschrecken. Oh man, es gibt wirklich sehr viele Jump Scares in Smiley. Oben drauf werden ein paar verwirrende Twists serviert, die euch hinter das Licht führen sollen. Ergebnis? Durchschnittlich, wie so ziemlich alles an Smiley. Immerhin kann die "Who Dunnit?"-Frage für etwas Spannung sorgen und auch die Hauptdarstellerin Caitlin Gerard ist ein Gewinn für den Film. Das Ende wird die Menge spalten.

Was passt? Die Produktion, die Hauptdarstellerin und die Optik des Killers. Der Rest ist maximal durchschnittlich, reicht aber immernoch aus, um eine Empfehlung für die Videothek auszusprechen.

OT: Smiley Die VÖ: 2012 Laufzeit: 90 Minuten FSK: 16 R: Michael J. Gallagher D: Caitlin Gerard, Melanie Papalia, Shane Dawson, Roger Bart
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Christian

Bildquelle: Ascot Elite

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