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Friday The 13th - Die komplette Filmreihe



Vor vielen Jahren ertrank am Crystal Lake ein kleiner Junge im Feriencamp. Die ebenfalls recht jungen Aufseher haben sich lieber mit Drogen, Alkohol und Sex beschäftigt als auf den Knirps aufzupassen. Das Camp wird geschlossen. Jahre später soll es wieder eröffnet werden, doch nach und nach verschwinden die Jugendlichen, die den Neuaufbau des Camps begleiten sollen. Als die ersten Leichen gefunden werden ist klar, dass jemandem nach Rache sinnt...

Freitag der 13. ist ein absoluter Kultfilm und Klassiker des Slasher-Genre. Anders als in John Carpenters Halloween sollte Freitag der 13. mehr Spaß und Entertainment liefern. So wird hier deutlich heftiger und blutiger gemetzelt, freizügiger posiert und weniger Wert auf Realismus oder Spannung gesetzt. Der erste Teil konnte allerdings wirklich noch richtig fesseln. Zwar wird man zwischenzeitlich gelangweilt, da die Jugendlichen im Camp nicht wirklich etwas aufregendes erleben, aber daran wird man sich im Verlauf der langen Horrorreihe mehr und mehr gewöhnen müssen. Für die nötige Gruselatmosphäre sorgt allein schon das abgelegene "See im Wald"-Setting. Wer fürchtet sich schließlich nicht vor einem dunklen Wald? Außerdem punktet der Film mit der "Whodunnit?"-Frage und überrascht am Ende wirklich mit der Auflösung besonders die Leute, die denken, dass der Mythos der Reihe sich allein auf Jason Voorhees begründet. Die Figuren des Films sind dagegen eindimensional, aber trotzdem in diesem Film der Reihe noch mit am besten gelungen. Mit Adrienne King und Betsy Palmer hat man sogar zwei gute Darstellerinnen an Bord. Wer genau hinschaut, wird außerdem Kevin Bacon in einer Nebenrolle entdecken. Am italienischen Giallo orientiert, wird in Freitag der 13. aus dem Verdeckten gemeuchelt, so dass man den Täter bis zum Ende nicht zu Gesicht bekommt. Ein großer Pluspunkt des Films ist der genial verstörende Score von Harry Manfredini. Der berühmte Tom Savini durfte sich mit seinen Spezialeffekte so richtig austoben und lieferte exzellente "Bloodwork" ab. Selten wurde so offensiv und explizit im amerikanischen Horror gemetzelt wie hier. Der Film wurde zum riesigen Erfolg.

Der erste Freitag der 13. Film ist ein legendärer Klassiker des Genre, ist aber dennoch qualitativ entfernt von den Debüts der Nightmare- oder Halloween-Reihen. Für Horrorfans ist die Ursprungsgeschichte des Crystal Lake natürlich ein absolutes Muss. Das benötigt eigentlich auch keiner großartigen Erwähnung, da ihr den Film sowieso alle schon gesehen habt.

OT: Friday The 13th DT: Freitag der 13. VÖ: 1980 Laufzeit: 95 Minuten FSK: 18 R: Sean S. Cunningham D: Adrienne King, Betsy Palmer, Kevin Bacon



Fünf Jahre nach den grausigen Bluttaten kommt erneut eine Gruppe Jugendlicher an den Crystal Lake um dort die Ferien zu verbringen. Trotz aller Warnungen und dem Wissen von der düsteren Vergangenheit des Camps, lassen es sich die Teenies gut gehen. Ein großer Fehler, denn schon bald wird einer nach dem anderen das Zeitliche segnen, denn ein blutiger Killer kehrt ebenfalls an den See zurück.

Freitag der 13. Teil 2 beginnt mit einer Rückblende auf den ersten Teil und führt Jason Voorhees ein, der gar nicht mehr so tot wirkt wie angenommen und sich jetzt für den Tod seiner Mutter rächen will. Das ist eigentlich schon das einzig besondere an der ersten Fortsetzung. Im Anschluss sehen wir wieder eindimensionale Jugendliche jeglichen Stereotyps ins Camp ziehen. Da gibt es wieder den nervigen Typen, einen Rollstuhlfahrer, den coolen Macho und eine Menge Babes die halbnackt bis ganz nackt durch den Film laufen. Jason hält sich auch nicht lange auf und beginnt recht früh sein Massaker. Seine Morde laufen allerding etwas harmloser als im Original ab. Ansonsten passen natürlich wieder das Setting und die Atmosphäre perfekt ins Horrorgenre. Besonders wenn sich in der Nacht der Vollmond auf dem See spiegelt, hinterlässt das eine schaurige Gänsehaut, die im übrigen wieder vom famosen Score Manfredinis begleitet wird. Ebenfalls beginnt es später im Film zu regnen, ein einfaches aber effektives Mittel für Grusel und gleichzeitig der Beginn des großen Showdowns. Part 2 gehört trotz kaum vorhandener Variation zu den besten Filmen der Reihe, da die Charaktere trotz aller Klischees sehr sympathisch sind und vor allem Amy Steel als Gruppenleiterin eine tolle Figur abgibt. Der zweite Teil lebt von einer etwas schnelleren Erzählweise, ein paar netten Gags, aber vor allem von einer schlichtweg sehr guten Kameraarbeit.

Freitag der 13. Teil 2
gehört definitiv zum besten Drittel der ganzen Reihe. Zwar ist die Story nur ein Aufguss des Originals, aber handwerklich wesentlich kompetenter umgesetzt.

OT: Friday The 13th - Part 2 DT: Freitag der 13. Teil 2 VÖ: 1981 Laufzeit: 87 Minuten FSK: 16 R: Steve Miner D: Amy Steel, John Furey, Adrienne King, Kirsten Baker



Jason ist tot und es sollte Ruhe am Crystal Lake einkehren, doch als in der Nähe des Sees ein älteres Paar ermordert wird, scheint alles auf Anfang gestellt. Das trifft sich gut, denn längst ist eine neue Gruppe sündiger Jugendlicher auf dem Weg zum See im Wald.

Zunächst die Neuerungen in Teil 3. Der Film wurde in 3D gedreht und das wird dem Zuschauer permanent vor Augen gehalten. Scheinbar wusste man nicht so recht mit den technischen Mitteln gekonnt umzugehen und hatte einfach die Idee, diverse Füllszenen zu drehen um den Fortschritt zu präsentieren. Da wird eine Baseballkeule ins Bild gehalten, in die Kamera jongliert und Jason darf seine Mordwerkzeuge ebenfalls ausufernd ins Bild halten. Und der Jojo erst! Der Wahnsinn! Als Entschädigung für so viel körperlichen Einsatz, darf Jason nun endlich sein berühmtes Markenzeichen aufsetzen, die Hockeymaske. Erstaunlich wie sinnbildlich diese Maske geworden ist, obwohl sie erst im dritten Film der Reihe zur Verwendung kommt. Was gibt es sonst neues? Nicht viel. Die Gruppe der Teenies ist vielleicht die unsympathischste der ganzen Reihe. Nur Dummbatzen, die nicht besonders zum Mitfiebern einladen. Dazu gesellt sich eine Gruppe typischer 80er Jahre Rocker mit allem an Leder und Nieten, das sich auftreiben ließ. Dafür gibt es mehr Brüste, aber auch wieder mehr Gewalt zu sehen. Und so könnte der Film sogar richtig Spaß machen, wenn er nicht gleichzeitig so langweilig wäre. Ab dem dritten Teil treten dann auch vermehrt die berühmten Füllszenen auf, die eigentlich nur dazu dienen den Film in die Länge zu strecken, um auf eine Spielzeit von 90 Minuten zu kommen. So kann man die Jugendlichen bei allerlei höchstspannenden Alltagssituationen beobachten, wie Einkaufen, Rumsitzen, Wandern, im Schatten Sonnen oder einfach nur Schwachsinn reden. Die Figuren selbst seufzen sogar vor Langeweile im Film. Jedoch merkt man dem Film an, dass die Reihe in der Popkultur angekommen ist, anders lässt sich auch der hippe Titeltrack nicht erklären. Filmtechnisch ist Teil 3 im Vergleich zum Vorgänger leider wieder ein Rückschritt, trotz der erstmaligen Verwendung der Louma-Technik, so ist zum Beispiel die Kamera oft außerhalb des Fokus.

Und wieder ist Freitag der 13. ist ein sehr ideenloser und lieblos umgesetzter Vertreter des Genre. Lediglich die recht spät einsetzende Spannung, der tolle Score und einige der besten Kills der Horrorgeschichte heben den Film grade noch so in den Durchschnitt.

OT: Friday The 13th - Part 3: 3D DT: Und wieder ist Freitag der 13. VÖ: 1982 Laufzeit: 95 Minuten FSK: 18 R: Steve Miner D: Dana Kimmell, Paul Kratka, Richard Brooker



Die Polizisten und Sanitäter finden nur noch Leichen am Crystal Lake. Auch Jason ist tot (nun zum dritten Mal). Doch keine Sorge, rasch ist der Maskenmörder wieder quicklebendig und meuchelt sich durchs Leichenschauhaus. Keine Zeit verlieren, denn am Crystal Lake macht grade eine Gruppe Jugendlicher Urlaub. Was für eine Überraschung...

Wir schreiben das Jahr 1984 und befinden uns in der quantitativen Blüte des Slasherfilms. In jener Zeit bekam jede noch so bescheuerte Filmidee ein GO! von den Filmstudios, wenn es bloß einen maskierten Killer und Jugendliche enthielt. So ist es nicht verwunderlich, dass Paramount weiterhin großen Wert auf die Freitag der 13. Reihe legte. Aber bloß nicht zu weit vom bekannten Muster abweichen. Highlight des vierten Ablegers sind mal wieder die großartigen Effekte von Tom Savini. Eine wirkliche Legende in seinem Job, die Jason sich so richtig austoben lässt. Er darf zum Beispiel Kehlen zersägen, Genicke brechen, Korkenzieher (!!!), Harpunen, sowie ein Fleischerbeil schwingen. Das letzte Kapitel lässt Jason auch zur unmenschlichen, übernatürlichen Gewalt werden, für die er so bekannt ist. Es spielt nun keine Rolle mehr, ob er verletzt oder getötet wird. In der nächsten Szene ist er einfach wieder da. Im besten Moment des Films spielt übrigens eine Banane die Hauptrolle. Warum auch nicht? Immerhin werden ganze Figuren nur eingeführt, um wenige Sekunden später schon das Zeitliche zu segnen. Der Star des Films neben Jason ist ein Junge, der wie der Killer auf Masken steht und vor allem von Corey fucking Feldman gespielt wird. Nicht, dass das den Film etwas besser machen würde, aber immerhin liefert seine Rolle als Tommy erstmals einen ernsthaften Gegenpart zu Jason, der sich auch über mehrere Filme halten wird. Auch storytechnisch wollte man es dem Regisseur Zito nicht ganz so einfach machen und hat satte drei ineinanderfließende Handlungsstränge entwickelt. Dass das natürlich erzählerisch völlig schief geht, muss nicht großartig erwähnt werden. Nackig im dunklen Wald laufen ist ja sowieso nie eine gute Idee, nur mal als Randnotiz. Wenn man aber erst 40 Minuten gepflegte Langeweile ausgehalten hat, wird man anschließend doch noch mit ein paar atmosphärischen und gruseligen Szenen belohnt, da der Streifen nun auch wieder deutlich besser hochwertiger produziert wurde.

Selten wurde Metzelkino so sehr auf das Wesentliche reduziert wie im (scheinbar) letzten Kapitel von Freitag der 13. Die Kills stimmen, die Schauwerte ebenso. Jason hat endlich seinen Gegenspieler gefunden und ja, trotz einiger Schwächen macht der Film eine Menge Spaß, auch wenn die Handlung nin wirklich einen langen Bart bekommen hat.

OT: Friday The 13th IV - The Last Chapter DT: Freitag der 13. Teil 4 - Das letzte Kapitel VÖ: 1984 Laufzeit: 95 Minuten FSK: - R: Joseph Zito D: Kimberly Beck, Erich Anderson, Corey Feldman



Tommy, der Junge, der das letzte Blutbad Jasons überlebt hat, leidet auch noch als Heranwachsener an den grauenvollen Erlebnissen. Deshalb landet er in einer Einrichtung für Schwererziehbare am Ufer des Crystal Lake. Doch sein persönlicher Albtraum Jason ist scheinbar längst seinem Grab entwichen, denn in den Wäldern bereitet sich schon jemand auf die nächste Blutorgie vor.

Nach dem letzten Kapitel träumten nicht mal mehr die treuesten Fans von einem weiteren Sequel, aber der Markt und das Geld bestimmen nun mal unser Leben und so kam es letztlich recht rasch zu einer weiteren Fortsetzung. Immerhin wurde die Storyline des Vorgängers mit Tommy als Hauptfigur weitergeführt. Leider wurde jedoch auch der sympathische Corey Feldman aus Altersgründen - der Film setzt einen Zeitsprung - gegen einen unsympathischen No-Name ausgetauscht. Ebenfalls neu ist, dass sich Jason erstmals, nach seinem kurzen Ausflug zu Alice im zweiten Teil, ein paar Meter vom Camp Crystal Lake entfernt um zu Meucheln. Aber wirklich nur ein paar Meter. Die Einrichtung, in der der Film größtenteils spielt ist zumindest eine Abwechslung zum bisherigen Setting der Reihe. Die Abwechslung wird durch die fast durchgehend unsympathischen und schlecht gespielten Charaktere aber gleich wieder zerstört. Desbezüglich dürfte Teil 5 der Tiefpunkt der Reihe sein. Die zahlreichen Slapstickeinlagen, die dem Grundton etwas komödiantisches anhauchen sollen, wirken sich ebenfalls sehr negativ auf die Atmosphäre des Films aus. Ein richtiger Griff ins Klo ist der Twist am Ende. Gut gemeint, aber gründlich versaut. Generell besteht die Story wieder aus einer Menge Füllmaterial, die die häufigen, aber wenig sehenswerten Kills von Jason verbinden sollen. Es wurde gar nicht versucht eine spannende Story aufzubauen. Dafür kehrt der Giallo-Stil des ersten Films zurück. Eine Aufwertung ist das jedoch nicht.

Freitag der 13. 5 nutzt keine, der sich aus dem Setting ergebenden Möglichkeiten aus und verkommt bis dato zum schlechtesten Teil der Reihe, der selbst bei den Fans der Reihe bis heute kaum Anklang findet.

OT: Friday The 13th - Part V: A New Beginning DT: Freitag der 13. - Teil 5: Ein neuer Anfang VÖ: 1985 Laufzeit: 92 Minuten FSK: 16 R: Danny Steinmann D: Melanie Kinnaman, John Shepherd, Shavar Ross



Wieder hat Tommy überlebt und verlässt die Psychatrie. Ein für alle mal will er Jason zur Strecke bringen und besucht sein Grab um sicher zu gehen, dass der Maskenkiller definitiv tot ist. Doch es kommt alles anders und Jason steht wieder auf. Blutrünstiger denn je. Nur Tommy kann den Killer jetzt noch aufhalten. Die Gefahr ist groß, denn am Crystal Lake wird bereits wieder unter neuem Namen ein neues Jugendcamp eröffnet.

Wenn Jason im Intro wie James Bond angekündigt wird, wissen wir wohin sich die Freitag der 13. Reihe entwickelt hat. Jason ist nicht der Bösewicht des Films, sondern der Held, der die Welt von sündigen und unsympathischen Teens erleichtern soll. Könnte man zumindest meinen. Paramount dachte jedenfalls nicht darüber nach die Serie einzustellen, da bis dato jeder Film bereits am Startwochenende die laufenden Kosten wieder einspielte. Aber man war sich klar, dass die Metzelreihe frischen Wind benötigt. Die einzige wirkliche Neuerung ist, dass Jason selbst wieder an Bord ist und kein Nachahmungstäter. Dafür ist wohl klar, dass Jason nun ein Untoter ist, wofür auch sein neuer zombifizierter Look stehen könnte. Natürlich kehrt Jason auch direkt in sein Revier an den Crystal Lake zurück. Überraschend schafft es Teil 6 bestens zu unterhalten. Die Charaktere sind einem mal nicht egal, mit Tommy (Darsteller wurde wieder getauscht) und Megan (gespielt von der charismatischen Jennifer Cooke) hat man zwei gute Leadfiguren. Dazu passt der frische Humor und einige klassische Actionszenen wie Verfolgungsjagden. Langeweile sieht zumindest anders aus. Die Mordszenen sind nicht heftig, aber abwechslungs- und zahlreich vorhanden. Jason ist nun wirklich eine unbesiegbare Killerbestie mit Trieben, die sich von einem Tier kaum noch unterscheiden. Schon etwas gruselig. Klingt nach einem tauglichen Slasher oder? So ist es auch. Sogar der Mythos von Freitag der 13. spielt endlich eine Rolle. Traurig, aber wahr, zum ersten Mal seit Teil 1 spielt der Unglückstag überhaupt eine Rolle und Jason steht genau an diesem Tag von den Toten auf und geht auch wieder. Und es sind tatsächlich mal Kinder im Camp! Super! Die Filmmusik unterscheidet sich etwas von den Vorgängern u.a. war Alice Cooper am Soundtrack beteiligt. Die Produktion des Films wirkt relativ hochwertig und fängt die angepeilte Stimmung des Films in der Tat sehr gut ein. Regisseur McLoughlin hat hier gute Arbeit geleistet und sogar diverse Metabotschaften in den Film eingebaut, die den Streifen schon fast wie eine Vorarbeit zu Scream wirken lassen. Auch das Pacing des Films ist nahezu perfekt und lässt kaum Zeit zum Verschnaufen. Definitiv der rasanteste Teil der Reihe. Leider spielte der Film nicht mehr so viel Geld ein, wie seine Vorgänger. Vermutlich waren viele Fans vom fünften Teil enttäuscht und sparten sich den Gang ins Kino.

Freitag der 13. Teil 6 bringt unglaublich frischen, wenn auch nicht besonders kreativen Wind in die Reihe. Ein extrem unterhaltsamer und temporeicher Slasher, in dessen Stil es ruhig weiter hätte gehen können, doch leider floppte ausgerechnet dieser Teil der Serie. Eine der besten Filme der Reihe!

OT: Friday The 13th - Part VI: Jason Lives DT: Freitag der 13. - Teil 6: Jason lebt VÖ: 1986 Laufzeit: 86 Minuten FSK: 18 R: Tom McLoughlin D: Thom Mathews, Jennifer Cooke, David Kagen



Tina hat telekinetische Fähigkeiten und hat mit diesen als kleines Mädchen vermutlich ihren Vater umgebracht. Um die Geschehnisse endich aufzuarbeiten, reist sie mit ihrer Mutter und einem Psychater an den Ort des Schreckens zurück. Dem Crystal Lake. Mit ihren Kräften befreit sie Jason aus seinem nassen Grab, ist aber auch die einzige Person, die den Maskenmann jetzt noch aufhalten kann, bevor er sich an einer neuen Gruppe Jugendlicher zu schaffen macht.

Nach dem das famose Metakonzept des Vorgängers an den Kinokassen scheiterte und Freddy Krueger mit seiner Nightmare On Elm Street Reihe dem Friday Franchise längst den Rang abgelaufen hatte, musste das Konzept der Reihe wieder auf den Prüfstand gestellt werden. Neueste Idee? Man stelle dem übernatürlichen Jason eine ebenfalls übernatürliche Gegnerin in den Weg. Regisseur Buechler wollte den siebten Eintrag des langen Franchises zum brutalsten überhaupt machen, doch leider machte die amerikanische Zensurbehörde dem Filmemacher einen Strich durch die Rechnung. Zahlreiche wirklich gut gemachte Szenen musste der Schere zum Opfer fallen und hinterlassen eine mittelschwere Katastrophe, denn am Ende ist für den Film kaum noch nennenswertes Material übrig geblieben. Die Charaktere sind so eindimensional wie Knäckebrot, die Story noch weniger vorhanden als zuvor. Die Hauptfigur Tina, mit ihren übersinnlichen Fähigkeiten der Marke Carrie, ist ein permanenter Stör- und Nervfaktor im Film. Man merkt, dass der Erfolg der Nightmare-Reihe Inspiration für den Film war. Dass man dabei jedoch ein weiteres Mal die Wurzeln von Freitag der 13. verraten sollte, wusste damals scheinbar noch niemand. In The New Blood tritt Fanlegende Kane Hodder zum ersten Mal als Jason auf. Seine körperlicher Präsenz, aber auch seine Modifikation bestimmter Eigenarten Jasons, machen ihn zu einem Gewinn für die Serie. Jason ist generell das Highlight des Films. Hier haben die Make-Up-Artists gelungene Arbeit abgeliefert. Was im Vorgänger fast gänzlich fehlte, ist im siebten Freitag der 13. Film wieder omnipräsent. Nackte Haut und Sex. Ansonsten ist Jasons Blutrausch nicht Fisch, nicht Fleisch. Gewalt gibt es On-Screen kaum zu sehen (aus den besagten Gründen), die Charaktere sind nervig und uncharismatisch, die Story ist extrem flach und selbst die Filmmusik weiß nicht zugefallen. Spannung? Fehlanzeige. Neben Jason sind die einzigen Highlights der zumindest inszenatorisch gute Showdown und eine Szene, in der Jason eines seiner Opfer im Schlafsack gegen einen Baum holzt. Die einzige Szene in der man überhaupt Humor bewiesen hat im Film. Finanziell war der Film noch relativ erfolgreich, aber kein Vergleich zum fast doppelt so umsatzstarken Nightmare On Elm Street Franchise. Paramount musste erkennen, dass man die Fanbase zwar halten, aber keine neuen Zuschauer mehr dazu gewinnen konnte.

Der siebte Film der Freitag der 13. Reihe fährt weiter qualitativ Achterbahn. Nach dem gelungenen Vorgänger ist The New Blood ein kompletter Rohrkrepierer, der weder spannend, noch unterhaltsam ist. Langweilig und nervig - das trifft es passender.

OT: Friday The 13th - Part VII: The New Blood DT: Freitag der 13. - Teil 7: Jason im Blutrausch VÖ: 1988 Laufzeit: 88 Minuten FSK: 18 R: John Carl Buechler D: Kane Hodder, Lar Park Lincoln, Susan Jennifer Sullivan



Der im Crystal Lake vor sich hinblubbernde Jason wird durch Stromstöße im Wasser wieder zum Leben erweckt. Am nächsten Tag reist Jason auf einem Schiff (!!!) mit einer neuen Gruppen Jugendlicher auf Abschlussfahrt nach New York (!!!). Doch nicht mal der Big Apple kann unseren maskierten Helden aufhalten.

Jason Takes Manhattan ist wohl der klassische 80er Jahre Horrorfilm. Nicht klassisch gut, sondern einfach ein Produkt seiner Zeit. Coole junge Leute, mit hippen Klamotten und scharfen Frisuren, Punks, fesche Rockmusik und den typischen Filmlook dieses Jahrzehnts. Ebenfalls toll - Jason treibt gleich an drei verschiedenen Settings sein Unheil. Am Crystal Lake, dann auf einem großen Kreuzfahrtdampfer und später in New York. Das bringt eine Menge Abwechslung. Zwar kann Regisseur Rob Hedden das Potential nicht ganz nutzen - das Handwerk ist einfach zu durchschnittlich, das Tempo zwischenzeitlich zäh und bis auf das weibliche Finalgirl der Cast zu eindimensional - dennoch ist der Film ein gelungenes Stück Horrorunterhaltung. Zum einen ist er mal unfreiwillig komisch - Was zur Hölle befindet sich dort alles an Bord? Ein Boxring, eine riesige Disko, eine Sauna und mehr - mal freiwillig komisch als Jason ein paar Punks in Manhattan aufmischt, zum anderen glänzt Teil 8 mit schicker Pop- und Rockmusik, wobei insbesondere der Titelsong "The Darkest Side Of The Night" herausragt. Ebenfalls sind Jasons Kills unglaublich kreativ und spaßig. Sogar eine Gitarre muss als Mordwerkzeug herhalten. Verblüffend. Hauptdarstellerin Jensen Daggett ist endlich mal wieder ein sympathisches, sogenanntes Finalgirl in der Reihe. Sie wirkt herrlich natürlich, charismatisch und liefert ebenfalls eine zumindest nützliche Backgroundstory, auch wenn diese keine große Rolle spielt. Ebenfalls keine große Rolle spielen die anderen Figuren, die zwar alle sehr ansehnlich sind und auch desöfteren nackig durchs Bild laufen dürfen, aber meistens vergeht nicht viel Zeit bevor Jason sie über den Jordan befördert. Kritikwürdig ist die lange Wartezeit bis Jason endlich Manhattan erobern darf. Der Großteil des Films spielt auf dem Schiff, lediglich das letzte Viertel verweilt Voorhees in der Metropole. Mein einziger wirklicher Kritikpunkt ist der Mangel an Goreszenen. Jason agiert trotz des hohen Bodycounts von 24 Kills sehr blutarm, aber dafür wie gesagt recht kreativ. Todesfalle Manhattan musste im Sommer der Veröffentlichung gegen den in den Medien höchstpräsenten Nightmare On Elmstreet 5 antreten. Zur Überraschung aller scheiterte nicht nur Jason am Boxoffice, sondern auch Freddy. Die Zeit des Slashers war nun entgültig vorbei. Die Leute hatten die Nase voll von Jason, Freddy und Michael. Die Phase der Direct-To-VHS bzw. später Direct-To-DVD Releases war eingeleutet.

Jason Takes Manhattan ist mein persönlicher Guilty Pleasure der Horrorreihe. Der Film macht Spaß, nimmt sich nicht ernst, bringt ein neues Setting, kreative Kills. Objektiv gesehen ist der Film an Schwachsinn und Unlogik kaum zu unterbieten, aber ich finde ihn super!

OT: Friday The 13th - Part VIII: Jason Takes Manhattan DT: Freitag der 13. - Teil 8: Todesfalle Manhattan VÖ: 1989 Laufzeit: 100 Minuten FSK: 16 R: Rob Hedden D: Kane Hodder, Jensen Daggett, Kelly Hu



Jason wird von einer FBI-Einheit regelrecht hingerichtet. Nur noch sein Herz pocht. Damit ist der Spuk jedoch nicht ein für alle Mal vorbei, denn Jasons Herz hat ein Eigenleben und greift auf den Körper eines Mitarbeits im Leichenschauhaus zurück. Um wieder zu alten Kräften zu kommen, muss Jasons Herz von Körper zu Körper wandern um letztlich bei einem direkten Verwandten zu landen. Auf dem Weg dahin werden keine Gefangenen genommen.

Jep, der Plot für Jasons mehr oder weniger neuntes Abenteuer liest sich bescheuert und er ist es auch. Dennoch liefert Jason Goes To Hell tatsächlich einige interessante Ideen. Zuvor ließ Paramount Jason aber ziemlich lange in Ruhe. Zu sehr schmerzte der Misserfolg des achten Beitrags der Reihe nach. Es schien keine Rückkehr zum Crystal Lake zu geben. Paramount gab Jason auf, doch New Line Cinema nahm sich der Reihe an und holte Friday-Mastermind Sean Cunningham zurück an Bord. Jason als Körper sollte gleich zu Beginn des Films ausgelöscht werden. Außerdem sah das Skript und auch die Umsetzung keine Teenager vor, sondern erwachsene Figuren. Auch die Gewalt nahm wieder zu und so liefert Jason Goes To Hell einige der besten Kills des Franchise ab. Es gab wieder Gore und einen entfesselten [Jason] auf der Leinwand (tatsächlich gab es ein Kinorelease) zu sehen. Das sollten den Fans eigentlich gefallen. Doch der Stoff war nicht mehr jener, mit dem die Fans der Reihe aufgewachsen sind. Ein Jason-Film fast ohne Jason? Das ging eigentlich nicht. Dazu gesellten sich zwar einige schicke Effekte, doch das niedrige Budget war dem Film anzusehen. Schnitt- und Kameraarbeit, sowie die generellen audiovisuellen Aspekte des Streifens enttäuschen. Als Bodysnatcher-Eintrag an sich hätte der Film gut funktioniert, aber als Film der Freitag der 13. Reihe enttäuscht der Film. Nur eines ist Jason Goes To Hell nicht - langweilig. Der Film war kein finanzieller Megaflop aber sonderlich interessiert waren die Leute nicht. Dennoch reichte das Einspielergebnis um Jason Goes To Hell zum erfolgreichsten Horrorfilm des Jahres zu machen.

Jason Goes To Hell
liefert ein paar frische Ideen, die aber leider nicht in das Franchise passen wollen. Der Film langweilt zwar nie und liefert ein paar richtig deftige Kills, das Gefühl einen Freitag der 13. Film gesehen zu haben, kommt aber zu keiner Sekunde auf. Schade, aber trotzdem noch sehenswert!

OT: Jason Goes to Hell: The Final Friday DT: Jason Goes to Hell - Die Endabrechnung VÖ: 1993 Laufzeit: 87 Minuten FSK: SPIO/JK R: Adam Marcus D: Kane Hodder, John D. LeMay, Kari Keegan, Steven Williams



Die Erde ist nicht mehr bewohnbar, die Menschen leben im Weltall. Wir sind in der Zukunft. Ein Forschungsteam stößt auf zwei eingefrorene Körper. Ein Körper entpuppt sich als Frau, die damals wissenschaftlich an Jason gearbeitet hat. Der andere Körper, nunja, ist Jason und der ist lebendiger als erwartet und beginnt die Crew zu dezimieren.

Schwierige Entscheidung, welche Idee fassungsloser macht. Jason und Freddy in einem Film oder Jason im Weltall? Ersteres wurde durch das neue Interesse Wes Cravens an seiner Figur immer unwahrscheinlicher, aber zweiteres wurde vollkommen ernsthaft verfilmt. Aber wo sollte Jasons Reise auch hingehen, wenn schon nicht ins Weltall? Eine unglaublich kreative, aber gleichzeitig auch bescheuerte Idee. Dafür bekam der Film von New Line Cinema auch das bisher höchste Budget des Franchise aufgedrückt. Das sieht man an einigen Stellen, an anderen weniger. Das Raumschiffsetting ist schon cool, ist aber nicht ansehnlicher als eine normale Folge Deep Space Nine oder Babylon 5. Man hat sich desbezüglich wohl kräftig übernommen. Dennoch ist Jason X eine gar nicht so schlechte Slasher-Variante des Alien-Szenarios geworden. Jason darf auch ordentlich schlachten im Film. Sehr kreativ, wie er zum Beispiel den Kopf einer Wissenschaftlerin im Eiswasser einfriert und anschließt einfach zertrümmert. Sieht bombig aus. Leider mangelt es dem Film an einem gescheiten Skript. Eine Nonsense-Szene folgt der nächsten. So lässt Jason X auch keinen Raum für anständige Schauspielleistungen. Zu dumm sind die Dialoge und Handlungsstränge. Der beste Moment des Films geht dann ironischerweise auch zurück an den Crystal Lake, wenn auch nur zu einer virtuellen Realität. Letztlich scheitert Jason X an der Uneinigkeit der Beteiligten. Jeder, der am oder außerhalb des Sets etwas zu sagen hatte, wollte einen anderen Film mit einer anderen Stimmung drehen und das merkt man dem Film an. Es gibt düstere Szenen, dann wieder ganz üblen Klamauk, hin und her, ohne Sinn und Verstand. Dafür feiert Harry Manfredini mit seinem schönen Score sein Franchise-Comeback. Immerhin. Bei New Line Cinema gab es einige Positionswechsel und plötzlich zeigte niemand mehr Interesse an Jason X. So lag der Film über zwei Jahre nach Herstellung immer noch ungenutzt im Regal. Kein gutes Zeichen. Als der Film dann letztlich 2002 veröffentlicht wurde, wirkten die Effekte und Kulissen noch altbackener als zuvor. So wurde der Film zum größten Flop des Franchise und spielte grade noch so sein Budget wieder ein.

Jason X führt Freitag der 13. ad absurdum. Der Film will zu viel und hat gar nicht die Mittel dazu. Dennoch entwickelte sich Jason X kurioserweise zu einem Fanliebling der Reihe und ja ich muss gestehen, ich hatte schon diverse Male meinen Spaß mit dem Film. Nicht ernst nehmen, auf großen Trash vorbereiten und einfach mit ein Paar Bierchen genießen.

OT: Jason X DT: Jason X VÖ: 2001 Laufzeit: 91 Minuten FSK: SPIO/JK R: James Isaac D: Kane Hodder, David Cronenberg, Lexa Doig



Niemand in Springwood kann sich mehr an die brutalen Schandtaten von Freddy Krueger erinnern. Das kann der Albtraumlegende natürlich nicht gefallen. Ein irrwitziger Plan Freddys erweckt eine andere Legende wieder zum Leben. Jason Voorhees. Dieser soll sich im Namen Kruegers durch Springwood metzeln, damit die Einwohner denken, dass Freddy zurück sei und er wieder munter seinem Hobby nachkommen kann.

Ewigkeiten lag das Vorhaben ein Aufeinandertreffen im Wrestlingstyle zwischen Jason und Freddy zu organisieren in der Luft. Nach dem beide Franchises brach lagen, konnte man sich endlich auf eine Umsetzung einigen, nach dem hunderte von Skripten bereits im Schredder vernichtet wurden in all der Zeit. Das finale Skript ist dabei auf gar keinen Fall ein Meisterwerk, ganz im Gegenteil, aber bei diesem Aufeinandertreffen zweier Horrorlegenden spielt die Story auch nur eine Nebenrolle. Denn der Rest ist ziemlich gut umgesetzt. Natürlich ist Freddy Vs. Jason ein Mainstreamfilm, aber das bringt in diesem Fall fast nur positive Aspekte mit sich. Die audiovisuelle Qualität des Films ist beispielsweise verblüffend hoch. Die Effekte sehen sehr gut, die Set-Pieces sind abwechslungsreich und auch die beiden Killer sehen herrlich fies aus. Der Film lässt Freddy und Jason auch schön kreativ und blutig killen. Besonders der Bett-Kill ist fantastisch. Auch Freddys Albtraumsequenzen sind gekonnt inszeniert. Die Besetzung des Films lässt für dieses Genre eigentlich wenige Wünsche offen. Robert Englund als Freddy ist wie immer perfekt. Außerdem hat man mit Katherine Isabelle eine Genreikone an Bord, die ich immer gerne sehe. Dazu gesellen sich Brendan Fletcher, Sängerin Kelly Rowland und Monica Keena. Das passt, da auch die verkörperten Charaktere recht sympathisch sind. Eine meiner Lieblingsszenen im Film lässt Jason auf einer Party im Kornfeld richtig frei drehen. Ein toller Spaß. Aber natürlich ist auch Freddy Vs. Jason nicht befreit von einigen bescheuerten Momenten und Entscheidungen, bei denen mir besonders die Wurm meets Kiffer Szene im Gedächtnis geblieben ist, aber nicht positiv. Und warum sollte Jason plötzlich Angst vor Wasser haben? Im Gesamtkontext ergibt das keinen Sinn. Dafür ist der Fanservice lobenswert. Sogar an die beiden unterschiedlichen Scores wurde gedacht und so läuft die Musik aus beiden Universen im Film. Ebenfalls steigert sich die Spannung bis zum letztlichen Showdown zwischen den beiden Kultikonen von Minute zu Minute. Als Fan der beiden Figuren kann man es kaum erwarten bis die beiden aufeinander los gehen. Der Showdown wechselt dann auch von Springwood zum Crystal Lake. Hier sollen wirklich die Fans beider Franchises auf ihre Kosten kommen. Und in der Tat ist der große Fight sehr gut inszeniert und macht eine Menge Spaß. Niemand wird enttäuscht, da bin ich mir sicher. Der Film wurde zu einem riesigen Erfolg und startete besser als jeder einzelne Film der beiden Franchises zuvor. Vor allem aber schaffte es der Film die angestaubten Figuren der 80er Jahre angemessen ins neue Jahrtausend zu holen und für Teens weltweit interessant zu machen. Nicht wenige heutige Fans sind erst durch diesen Film auf die Klassiker der 80er aufmerksam geworden.

Sind wir ehrlich, Freddy Vs. Jason ist zum Großteil das, was wir uns erhofft haben. Fans beider Franchises werden bestens bedient. Die Story ist nicht immer die beste, aber als Gesamtkonstrukt ist das Aufeinandertreffen der Giganten besser als die meisten Soloauftritte der beiden Killermaschinen. Der Film unterhält gut und macht richtig Spaß, geizt dazu nicht mit Splatter und Blut. Was wollen wir mehr?

OT: Freddy Vs. Jason DT: Freddy Vs. Jason VÖ: 2003 Laufzeit: 97 Minuten FSK: 18 R: Ronny Yu D: Robert Englund, Ken Kirzinger, Kelly Rowland, Katherine Isabelle, Monica Keena, Jason Ritter



Clays Schwester ist seit einiger Zeit spurlos verschwunden. Ohne Unterstützung der Polizei, die ihn lieber los werden will, macht er sich auf in die nahen Wälder des Crystal Lake. Dabei lernt er die Studentin Jenna kennen, die mit ihren Freunden einen Ausflug an den See gemacht hat. Noch ahnen Sie nicht, dass sie schon im Visier des berüchtigten Serienkillers Jason Voorhees sind.

Lange haben wir nichts mehr von Jason gehört. Die Freitag der 13. Reihe schien mit dem Freddy Vs. Jason Crossover beendet zu sein. Doch Paramount nahm sich dem Stoff wieder an und wollte beim aktuellen Trend der Remakes und Reboots im Genre nicht hinten anstehen. Und so wurde 2009 ein Reboot auf die Leinwand gebracht, welches zum einen die Originstory Jasons näher beleuchten, zum anderen eine Art Zusammenfassung der ersten drei Originalfilme darstellen sollte. Während den Machern des Nightmare On Elm Street und Halloween Reboots wenigstens ein paar neue Ideen eingefallen sind, beruft man sich bei Freitag der 13. auf traditionelle Werte und Tugenden. Das heißt - Dumme Charaktere die pausenlos bumsen, trinken und kiffen. Bei Paramount hat man scheinbar nicht dazugelernt und vergessen, dass sowas heute keinen mehr ins Kino lockt. Wenigstens hat man den Hauptfiguren Clay und Jenna wenigstens etwas Charakteristik und Charisma ins Skript geschrieben. Ihre Darsteller, Supernatural-Star Jared Padalecki und Horrormaus Danielle Panabaker überzeugen in ihren Rollen. In der Summe liefert die 2009er Version des Stoffes jedoch kaum Neuigkeiten. Der neue Jason wirkt zwar schaurig und gewaltig, dass er sich aber ein Höhlensystem am See gebaut hat, ist nur eine der unterirdischen Ideen der Scriptwriter. Aber so erfahren wir wenigstens was der Typ sonst den ganzen Tag über treibt. Mit den Augen zwinkert der Film nicht. Alles ist bierernst umgesetzt. Das fördert die düstere und durchaus ansprechende Atmosphäre, besonders in den Szenen in denen Clay und Jenna allein durch den Wald gehen, vermindert aber auch etwas Spaß um ein Vielfaches. Nispel inszeniert den Film so, als hätte es all die zig hundert Horrorfilme der 70er und 80er Jahre nie gegeben. Ach America Olivo darf ihre gemachten Brüste auch mal wieder in die Kamera halten. Das muss natürlich erwähnt werden. Bevor die Hauptstory los geht, müssen wir eine unnötig lange Einleitung überstehen, die das verschwinden von Clays Schwester beleuchtet. Jason darf im Intro zwar ordentlich meucheln, aber diese Zeit hätte man auch für eine bessere Charakterisierung der Figuren der eigentlichen Story in Anspruch nehmen können. Leider fehlt es mir auch am Camp-Motiv. Besonders in den ersten Filmen der Original-Reihe spielt das Camp Blood eine große Rolle. Hier wird es völlig außer Acht gelassen. Dafür sind Jasons Kills sehr gut gelungen, besonders im Extended Cut. In dieser Form hat jeder Horrorfan wieder Angst und Ehrfurcht vor der Figur. So muss das sein, reicht aber auch nicht als Alleinstellungsmerkmal des Filmes aus. Ob ein Reboot überhaupt nötig war ist anzuzweifeln. Das US-Boxoffice war da schon eindeutiger Meinung und der Film blieb weiter hinter den Erwartungen zurück.

Die meisten Fans waren nicht begeistert vom Reboot des Franchises, mir hat der Film jedoch, trotz einiger offensichtlicher Mängel, ganz gut gefallen, da er für mich endlich wieder ein Freitag der 13. Film mit anständiger Atmosphäre, einigen guten Darstellern und tatsächlich ein paar wirklich gruseligen Szenen ist. Richtig schlecht ist der Reboot nicht, aber eben auch nicht besonders stark, das waren die Originale jedoch auch nie wirklich.

OT: Friday The 13th DT: Freitag der 13. VÖ: 2009 Laufzeit: 97 Minuten FSK: 18 R: Marcus Nispel D: Jared Padalecki, Danielle Panabaker, Amanda Righetti

Christian

Bildquelle: Paramount, Warner, New Line Cinema

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