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Marias und Christians Kinoprognose: Februar 2015


Fifty Shades Of Grey (Start: 12.02.2015 R: Sam Taylor-Johnson D: Jamie Dornan, Dakota Johnson)

Story: Die Studentin Anastasia Steele interviewt für die Studienzeitung den arroganten und extrem erfolgreichen Unternehmer Christian Grey. Seine Art verwirrt die junge Frau. Schon bald kann sie sich seiner Anziehungskraft nicht mehr entziehen und verfällt ihm. Es entwickelt sich eine Affäre, in der Anastasia nicht nur erste Erfahrungen mit körperlicher Liebe sammelt, sondern gleich in eine düstere Welt voller Lust, Peitschen und Fesseln eintaucht.

Prognose: Was wird es nun? Sadomaso-Twilight? Ein Softporno? Mainstream-Erotik? Niemand weiß es wirklich. Der Film wurde vorab nicht gezeigt, hat in Deutschland noch nicht mal eine FSK Freigabe bis heute bekommen. Dem Film könnte tatsächlich das Kunststück gelingen einen polarisierenden, erwachsenen Erotikthriller darzustellen für den man sich nicht schämen muss. Das wäre toll. Wenn jedoch alles nach Plan läuft wird der Film vermutlich ein cineastischer Schnellschuß und Flop. Wie dem auch sei, der Vorverkauf läuft exzellent und lässt die Kasse klingeln. Wer weiß, ob das auch noch so ist, wenn die ersten Leuten den Film gesehen haben. Zu hoffen wäre es. Fifty Shades of Grey startet in der nächsten Woche im Rahmen der Berlinale 2015.


American Sniper (Start: 26.02.2015 R: Clint Eastwood D: Bradley Cooper, Sienna Miller)

Story: Navy-SEAL und Scharfschütze Chris Kyle soll im Irak seinen Kameraden den Arsch freihalten. Er rettet dutzende Leben. Er wird zum Helden. Seine Fähigkeiten am Gewehr werden zur Legende, auch hinter feindlichen Linien. Doch Kyle ist auch Familienvater. 4 Einsätze im Irak lassen sich kaum mit einem idyllischen Familienleben vereinbaren. Als Kyle heimkehrt ist nichts wie es vorher war. Die bitteren Kriegserlebnisse lassen sich nicht einfach abschütteln.

Prognose: Das Kriegsdrama mit Bradley Cooper war die Überraschung der diesjährigen Oscarnominierungen. American Sniper lässt einen Film á la USA! FUCK YEAH! befürchten. Meine persönlichen Filmerfahrungen mit Clint Eastwood und Bradley Cooper lassen mich jedoch hoffen, dass der Film tiefgründig und authentisch ist. Dass er Fehler und Makel des Menschen zeigt und nicht einfach einen Kriegshelden anstandslos zelebriert und auf ein Podest stellt. Ja dann kann der Film nur gewinnen und ist ein Pflichttitel für die letzten Winterwochen.


Whiplash (Start: 19.02.2015 R: Damien Chazelle D: Miles Teller, J.K. Simmons)

Story: Andrew ist Schlagzeuger an einer bekannten Musikschule. Der Jazz-Lehrer erkennt Andrews Potential, nimmt ihn unter seine Fittiche und treibt ihn auf eine extreme, exzessive Art und Weise zu Höchstleistungen an. Brutal, rabiat und unmenschlich. Doch Andrew lässt die Tortur über sich ergehen um einer der besten Drummer der Welt zu werden. Selbst Andrews Familie zweifelt an den Methoden des Lehrers. Wie viel kann ein Mensch ertragen um sein Ziel zu erreichen?

Prognose: ...Diese Frage stellt uns Damien Chazelles überraschend gefeiertes Drama. Whiplash soll intensiv, emotional und kraftvoll sein, getragen von zwei überragenden Hauptdarstellern. Miles Teller überzeugte schon in seinen letzten Coming-Of-Age Filmen, aber er steigert sich stetig. Ein großes Talent. Dazu gesellt sich Altmeister J.K. Simmons, der in Whiplash eine der besten Performances des Jahres abliefern soll. Angeblich passt hier alles. Für nicht wenige Kritiker und Filmfans ist Whiplash der beste Film des Jahres 2014. In diesem Monat können wir uns endlich selbst davon überzeugen!

Christian


Inherent Vice (Start: 12.02.2015 R: Paul Thomas Anderson D: Joaquin Phoenix, Reese Witherspoon)

Story: Nach dem grandiosen The Master macht sich Paul Thomas Anderson nun an die Verfilmung eines Romans von Thomas Pynchon. Die Geschichte dreht sich um den kiffenden Privatdetektiv Doc Sportello, der einen Auftrag von seiner Exfrau Shasta bekommt. Er soll eine Intrige gegen ihre Affäre, den Immobilienhai Mickey Wolfmann, vereiteln. Doch natürlich läuft der Auftrag alles andere als geplant und ohne Vorwarnung steht dem Doc eine abenteuerliche Jagd durch Los Angeles bevor.

Prognose: Mal ganz abgesehen von den total bescheuerten Namen aller Figuren könnte Inherent Vice ein abgedrehter Film und ziemlich heißer Scheiß werden. Allein die großartige Besetzung und die gewöhnlicherweise formidablen Filme von Paul Thomas Anderson lassen Gutes vermuten. Auch wenn die amerikanische Kritik sich bereits ein bisschen an der undurchsichtigen Story gestoßen hat, führt an einem Kinobesuch nichts vorbei.


The Book of Life (Start: 12.02.2015 R: Jorge R. Gutierrez D: Channing Tatum, Zoe Saldana)

Story: Die beiden besten Freunde Manolo und Jaquin sind verliebt in die schöne Maria und buhlen um ihre Gunst. Ausgerechnet am Tag der Toten, in denen die diesseitige und die jenseitige Welt verbunden sind, scheint Manolo das Rennen zu machen - und erzürnt damit einen Geist, der gegen ihn gewettet hat. Plötzlich findet sich der liebestolle Manolo im Reich der Toten wieder. Um wieder in die Arme seiner Geliebten zu gelangen, muss er eine Reihe gefährlicher Prüfungen bestehen.

Prognose: Rein optisch macht Manolo und das Buch des Lebens bereits jede Menge her. Ob das an der Produzenten-Tätigkeit von Guillermo del Toro liegt, sei jetzt mal dahingestellt, aber Charaktere und Umgebungen sind sehr liebevoll und farbenfroh gestaltet - und das ist bei einem Animationsfilm schon einmal die halbe Miete. Wenn jetzt noch die Story und die Gags stimmen, könnte das ein interessanter Animationsfilm weitab der üblichen Disney/Pixar Produktionen werden.


The SpongeBob Movie: Sponge Out of Water (Start: 19.02.2015 R: Paul Tibbitt D: Antonio Banderas, Seth Green)

Story: Die Tiefsee-Bewohner müssen sich im neusten Spongebob-Abenteuer an der Oberfläche behaupten. Es gilt, den krassesten Piraten-Bösewicht aller Zeiten aufzuhalten, der zu seinen Weltbeherrschungsplänen ausgerechnet die Krabbenburger-Geheimformel benötigt und diese aus dem Tresor der "Krossen Krabbe" entwendet hat. Der berühmte Schwamm und seine Freunde müssen die Formel nun mit vereinten Kräften und auf ungewohntem Terrain wiederbeschaffen.

Prognose: Das mit der Ananas und dem ganz tiefen Meer scheint sich im zweiten SpongeBob-Kinoabenteuer erledigt zu haben, ebenso wie die gewohnte Zweidimensionalität. Wenn der absurde Humor und die drolligen Charaktere weitesgehend dieselben bleiben, könnte SpongeBob Schwammkopf 3D aber trotzdem ein großer Spaß für kleine und große Schwamm-Fans werden. Allein die Tiefsee-Freunde als Superhelden mit monströsen Muskeln haben mich persönlich auf jeden Fall überzeugt.

Maria

Bildquelle: Warner Bros., Universal Pictures, Sundance Institute, Paramount Pictures, Twentieth Century Fox,

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