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The Scribbler (2014)



Suki hat multiple Persönlichkeiten. Sie testet eine neuentwickelte Maschine, die die diversen Persönlichkeiten auslöschen soll. Mit der Zeit fühlt sich Suki sichtlich besser und geheilt. Doch in ihr keimt die Frage auf: Was ist wenn die übriggebliebene Persönlichkeit gar nicht meine wahre Identität ist?

The Scribbler ist die Verfilmung einer außerhalb von Fankreisen wenig bekannten Graphic Novel. Deshalb verfügt die filmische Umsetzung auch über kein großes Budget, konnte sich aber immerhin einen relativ hochwertigen TV-Cast leisten mit Katie Cassidy (Supernatural, Arrow), Michelle Trachtenberg (Buffy), Michael Imperioli (The Sopranos), Eliza Dushku (Buffy, Wrong Turn), Kunal Nayyar (The Bing Bang Theory), sowie Altstar Gina Gershon und Ex-Porno-Darstellerin Sasha Grey (Open Windows). Leider scheitert der Film auf allen Ebenen.

Zwar ist die Idee der Vorlage und auch der Mut eine Graphic Novel ohne Superhelden zu adaptieren lobenswert, aber das war es dann auch schon. Der Film langweilt über seine komplette Laufzeit. Der Cast schafft es nicht zu glänzen, im Gegenteil. Selbst Katie Cassidy wirkt völlig abwesend in ihrer Performance. Manchmal ist es sinnvoll Schauspieler entgegen ihres Typs zu casten, in einigen Fällen kann das aber auch mächtig schief gehen, wie hier. Um Cassidy in Schutz zu nehmen, die Figuren sind durchweg unsympathisch geschrieben. Da war nicht viel zu retten.


Der Film versucht den Stil der Graphic Novel umzusetzen, doch auch desbezüglich scheitert der Film, da das Budget einfach nicht ausgereicht hat. Die Kulissen sind billig, die Effekte sehr bescheiden, die Musik eher nervig als stimmungsvoll. The Scribbler nutzt sein durchaus vorhandenes Potential nie aus und wird auch noch durch zahlreiche Logikfehler garniert. Am Ende hatte ich noch Hoffnung auf den Showdown. Vergebens, das Finale ist die größte Enttäuschung des Films.

Die Übersexualisierung Katie Cassidys ist mir ebenfalls negativ aufgefallen. Im Film geht es um schwierige und ernsthafte Probleme, aber trotzdem wird Cassidy permanent wie ein sexy Nerd in Szene gesetzt. Wer soll die Problematik so ernst nehmen?

The Scribbler ist keine Empfehlung wert. Die Idee eine Graphic Novel ohne Helden umzusetzen ist lobenswert, die Umsetzung ist jedoch billig, schlecht gespielt und einfach nur langweilig.

OT: The Scribbler DT: The Scribbler - Unzip Your Head VÖ: 2014 Laufzeit: 88 Minuten Minuten FSK: 16 R: John Suits D: Katie Cassidy, Eliza Dushku, Sasha Grey, Gina Gershon, Michelle Trachtenberg
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Christian

Bildquelle: Splendid

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