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Torment (2013)



Frisch getraut reisen Sarah und Cory zur Entspannung ins Ferienanwesen in die Idylle. Mit dabei ist Corys kleiner Sohn Liam. Kurz nach der Ankunft stellt sich heraus, dass jemand in dem Haus gewesen ist und dort sogar gelebt hat. Als dann auch noch Liam plötzlich verschwindet, ist klar, dass etwas faul ist. Der Albtraum steigert sich, denn die Eindringlinge und Entführer haben das Anwesen nie verlassen. Ein Kampf um Leben und Tod beginnt.

Überfallen werden in den eigenen vier Wänden - Wessen Albtraum ist dieses Szenario nicht? Noch schlimmer - Man kommt in sein Haus und bemerkt, dass in der Zwischenzeit jemand unerlaubt dort gewesen ist. Soweit die Ausgangslage. Sarah muss mit einem weiteren Problem kämpfen. Denn der Sohn ihres Partners hat die neue Frau in der Familie nicht akzeptiert. Er vermisst seine echte Mutter und kommt mit dem Gedanken nicht klar, dass sein Dad jemand neues an seiner Seite hat. So vermischen sich alltägliche Konflikte mit einem Szenario, welches kaum grauenvoller sein könnte.


Der Low-Budget Horror Torment geht jedoch recht oberflächlich mit der Thematik um und kratzt auch die Backgrounds der Helden und Schurken nur dezent an. Dennoch reicht die Charakterisierung der Figuren aus um letztlich mitzufiebern. Überraschungen gibt es im Verlauf des Films ebenfalls nicht zu verbuchen. Es läuft nahezu alles nach Schema F ab. Besonders in den letzten Jahren, in denen das Home Invasion Thema sehr häufig aufgegriffen wurde, haben wir die Situationen, Motivationen und Umsetzungen dieser nur zu häufig gesehen.

Wovon lebt der Film dann? Ganz klar von der düsteren Stimmung des Films. Weitgehend intensiv packt Regisseur Jordan Barker uns an den Nerven. Tauschen wollen wir mit der Patchwork-Familie gewiss nicht, aber mit den Eindringlingen ebenfalls nicht. Das Bild jener Bösen ist verwaschen und nicht gänzlich auf Schwarz/Weiß-Denken aufgebaut. Auch wenn sich der Film schließlich doch klar positionieren will, bleibt Mitleid zu den Gegenspielern nicht ganz aus.


Handwerklich ist Torment überzeugend. Es werden zwar selten Highlights gesetzt, aber besonders auf der technischen Seite gab es in der Vergangenheit im Low-Budget Bereich wesentlich unter Wert verkauftes Material zu sehen. Außerdem befindet sich im Cast Horrorikone Katharine Isabelle auf der Haben-Seite. An dieser Stelle kann ich mich nur wiederholen. Isabelle hat sich in ihrer Karriere schon durch jedes Subgenre des Horrors gekämpft und dabei immer geglänzt. Leider bleiben die großen Rollen weiterhin aus. Für uns Horror-Junkies ist es jedoch immer ein Fest Kathy auf der kleinen Leinwand zu sehen. So auch in Torment. Isabelle wirkt stets authentisch und charismatisch und wertet dadurch jeden noch so miesen Horrorfilm auf.

Dank überzeugender Performances und atmosphärischer, sowie audiovisueller Qualitäten ist Torment ein durchaus sehenswerter kleiner Horrorthriller. Leider fügt Regisseur Barker dem Genre nichts neues hinzu. Ihr wisst jederzeit genau was in der Folge passieren wird. Das ist zwar noch recht spannend umgesetzt, aber nur wenig innovativ oder auf die eine oder andere Art besonders. Schade.

OT: Torment VÖ: 2013 Laufzeit: 81 Minuten Minuten FSK: - R: Jordan Barker D: Katharine Isabelle, Robin Dunne, Peter DaCunha
Trailerlink

Christian

Bildquelle: Filmax, Gearswift

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