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Alien: Resurrection (1997)



Ripley ist längst im Feuer verstorben. Dennoch wird sie 200 Jahre später als Züchtung, als Klon als Kreuzung aus Alien und Mensch wiedergeboren. Ripley überlebt die Geburt des Aliens, doch es vergeht nicht viel Zeit bevor die gezüchteten Aliens ausbrechen und die Schiffscrew dezimieren. Ripley und ein Haufen Weltraumpiraten müssen nun einen Weg herausfinden. Gar nicht so einfach wenn man von zwölf blutrünstigen Aliens verfolgt wird.

1997 wurde der französische Regisseur Jean-Pierre Jeunet (Amélie) für die Fortsetzung des Alien-Franchise verpflichtet. Das Drehbuch für den nun mehr vierten Film lieferte das heutige Autoren-Mastermind Joss Whedon (Avengers). Auch Sigourney Weaver konnte man nach einigem hin und her für einen weiteren Film gewinnen. Zahlreiche Zutaten für einen gelungenen Scifi-Film.

Und in der Tat ist Alien: Resurrection ein vollkommen unterbewerteter Film. Die erste halbe Stunde ist zwar etwas zäh, aber anschließend ist Alien 4 eine unterhaltsame Alienachterbahnfahrt mit gelungenen Einfällen und beeindruckenden Settings. Aliens im Wasser! Ja wirklich und die feuchte Verfolgungsjagd zwischen Menschen und Aliens ist eine der gelungensten Szenen des kompletten Franchise.


Das Setting ist zwar wieder eine Raumstation, doch mal eine mit weniger engen, verschachtelten Gängen, sondern großflächigen Räumen und Tunneln. Außerdem wirken die zahlreichen Aliens wieder bedrohlich und vor allem ziemlich brutal. Der vierte Alien Film muss sich auf jeden Fall mit Finchers Vorgänger um den Titel "brutalster Film der Reihe" messen. Im Gegensatz zum Vorgänger schafft es Resurrection jedoch der Reihe neue inhaltliche Impulse zu geben. Die Kreuzungs- und Klothematik ist die natürliche Folge aus den Geschehnissen der Vorgänger. Höchst interessant und an manchen Stellen feinster Body-Horror, als beispielsweise Ripley auf ein misslungenes Experiment trifft.

Außerdem gibt es noch ein fies ausschauendes Hybrid aus Mensch und Alien zu sehen beim Kuscheln mit Ellen. Wer kann es Ripley verbieten? Denn die Weltraumpiraten an ihrer Seite sind zwar u.a. mit Ron Perlman und Winona Ryder gut besetzt, aber als Figuren komplett unsympathisch und ausstauschbar. Perlman hat noch ein paar witzige One-Liner auf seiner Seite, aber das war es schon. Ansonsten ist Resurrection wieder eine One-Woman-Show von Sigourney Weaver, die im vierten Teil noch mehr badass ist als zuvor.


Einen Hang zum Trash lässt sich in Resurrection nicht übersehen. Interspezifische Erotik, schwimmende Aliens, platter Humor und andere Elemente sind schon sehr gewöhnungsbedürftig, aber irgendwie passend. Resurrection nimmt sich nicht ganz so ernst wie es die dunkle Stimmung vermuten lässt, enthält aber dennoch alle geliebten Elemente der Vorgänger, nur eben nicht immer ganz perfekt vereint. Zudem sind die Spezialeffekte für Mitte der 90er Jahre wirklich sehr gelungen und deutlich organischer als in Teil 3.

Alien: Resurrection ist wohl der gewöhnlichste unter den Alien-Filmen. Rasant, blutig, spannend und gut inszeniert, aber auch ohne große Risiken in jeglicher Art und Weise. Whedon und Jeunet versuchten hier vor allem Fanservice abzuliefern und das ist ihnen aus meiner Sicht auch ziemlich gut gelungen. Ein bis dato würdiger Abschluss des Alien-Franchise.

OT: Alien: Resurrection AT: Alien: Die Wiedergeburt VÖ: 1997 Laufzeit: 105 Minuten FSK: 16 R: Jean-Pierre Jeunet D: Sigourney Weaver, Winona Ryder, Dominique Pinon, Ron Perlman
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Christian

Bildquelle: 20th Century Fox

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