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The Orphan Killer (2011)



Audrey und Marcus haben früh in ihrer Kindheit ihre Eltern durch ein Verbrechen verloren. Anschließend wurde die beiden in einem Waisenhaus aufgezogen. Für Audrey entwickelte sich alles wunderbar und der damals ermittelnde Polizist nahm das Mädchen an sich. Marcus litt unter der Trennung, was sich in derben Gewaltausbrüchen äußerte. Jahre später arbeitet Audrey selbst in dem Waisenhaus. Doch Marcus hat nicht vergessen und will der Welt zeigen, was Familienloyalität bedeutet.

The Orphan Killer ist kein Hochglanzhorror. Ganz im Gegenteil - Matt Farnsworth Interpretation eines Slashers ist dreckig, düster und extrem brutal. Damals als kurzer Internethype gefeiert, war The Orphan Killer letztlich kaum mehr als heiße Luft. Selbst der brutalste Horrorfilm benötigt einen gewissen Storyansatz um zu begeistern, Farnsworth Film liefert nicht mal etwas ähnliches ab. Es gibt nicht wirklich eine Einführung, stattdessen halbherzige Rückblenden, die uns die Figuren jedoch auch nicht näher bringen. Die Haupthandlung selbst besteht dagegen nur aus massig Kills und einer rasanten Jagd um Leben und Tod. Die offensichtliche Religionskritik zeigt keinerlei Wirkung und ist völlig deplatziert.


The Orphan Killer
ist in der Tat ziemlich kurzweilig, da es kaum Dialoge und Füllszenen gibt. Stattdessen hangelt sich Farnsworth von Mord zu Mord. Diese fallen extrem brutal aus und sind absolut nichts für zarte Gemüter. Vergleichbar mit einem Ittenbachfilm. Tolle, handgemachte Spezialeffekte, aber null Story. Doch trotz des hohen Tempos, will nie wirklich Spannung aufkommen. Zu bescheiden ist die sonstige Inszenierung neben den beachtenswerten Effekten. Als größter Kritikpunkt muss der Cast gelten, der unterirdisch spielt und seinen Figuren nicht einen Hauch leben verleiben kann. Ungewöhnlich ist der brachiale Metalsoundtrack, dem man durchaus zu Gute halten muss, dass er einige Szenen in ihrer Ausdruckskraft verstärkt.

The Orphan Killer ist letztlich ein hyperbrutale Slasher, abseits des Mainstreams. Die tollen Splattereffekte können jedoch nur bedingt die Fehler im Drehbuch, im Cast oder in der Regie ausbaden. Ein Fehlgriff ist The Orphan Killer für Genrefans aber nicht, da er kurzweilig unterhält und das liefert was er verspricht. Ein Blutbad. Don't Believe The Hype!

OT: The Orphan Killer VÖ: 2011 Laufzeit: 83 Minuten FSK: - R: Matt Farnsworth D: Diane Foster David Backus Matt Farnsworth
Trailerlink

Christian

Bildquelle: NSM

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