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Maze Runner: The Scorch Trials (2015)



The Hunger Games, Divergent, City Of Bones, The Host und auch Maze Runner. Youth Adult Verfilmungen sind angesagter denn je. Mittlerweile dürfte es vielen von uns schwierig fallen die Stoffe auseinander zu halten. Aber zumindest die Hunger Games und mit Abstrichen Divergent und Maze Runner können den verwöhnten Cineasten noch ins Kino locken. Nach dem recht überraschend gelungenen ersten Maze Runner, verschlägt es die Auserwählten nun in die Brandwüste.

Dort bekommen es die Jugendichen um Thomas, Teresa und Newt mit der brütenden Hitze, der drohenden Seuche und WCKD zu tun. Die zuletzt genannte Organisation versucht alles daran zu setzen ein Heilmittel gegen den Brand zu finden, koste es was es wolle, in diesem Fall die Helden unserer Filmreihe. The Scorch Trials setzt dabei nahtlos am Vorgänger an und erfordert mindestens dessen Vorkenntnisse, andernfalls wird man enorme Probleme mit dem Inhalt bekommen.


Der stets komplizierte zweite Teil einer Trilogie ist tatsächlich bei Maze Runner etwas schlüssiger und packender als bei den anderen genannten Genrevertretern. Zwar leidet auch The Scorch Trials darunter lediglich ein Bingeglied zwischen Anfang und Ende zu sein, punktet aber dafür mit einigen anderen Details. Zum einen ist der Film für einen dieser Art ziemlich brutal. Da gibt es blutrünstige Zombies und lange Schusswechsel. Aber auf der anderen Seite wird der Kinogänger auch enttäuscht, denn Maze Runner 2 läuft sowohl in England, als auch Deutschland nur gekürzt im Kino, um eine FSK 12 Freigabe zu erhalten. Uncut wird es den Film dann wohl nur für das Heimkino geben. Schade!

Optisch macht The Scorch Trials einiges her. Die Brandwüste sieht sehr ansprechend aus, die CGI-Effekte passen. Da zahlt sich die lange Effekterfahrung des Regisseurs Wes Ball aus. Im Mittelteil des Films erzeugt Ball sogar eine sehr düstere und schaurige Atmosphäre, die zumindest bei den Damen neben mir im Kino in Kombination mit einigen wenigen Jumpscares für große Furcht sorgte. Auch die Darsteller können durchaus im Rahmen überzeugen. Zwar gibt es hier niemanden wie Shailene Woodley oder Jennifer Lawrence, aber im Konstrukt agieren die Jungdarsteller mindestens durchschnittlich. Niemand spielt sich in den Vordergrund, niemand nervt und es gibt keine unnötige Liebelei. Da es sich aber immer noch um die Verfilmung eines Jugendromans handelt, sind jedoch auch keine Wundertaten zu erwarten.


Abzug in der B-Note gibt es für die deutlich zu lange Laufzeit des Films. Das hätte man mit Sicherheit straffen können. Besonders vor dem Showdown tritt kurzzeitig Langeweile auf. Ich habe die Romanreihe nicht gelesen, dennoch sollte nicht unerwähnt bleiben, dass sich die Verfilmung in einigen Teilen von der Vorlage entfernt. Ebenfalls etwas banal, aber durch die jeweiligen Vorlagen kaum auszubaden, ist der Umstand, dass zumindest die Hunger Games, Divergent und Maze Runner Verfilmungen einen ähnlichen Inhalts- und Spannungsbogen aufweisen. Endzeitstimmung, Aufstand gegen die Obrigkeit, Flucht und wieder der Aufstand gegen die Obrigkeit mit den letzten verbleibenden menschlichen Ressourcen. Ein thematisch repetetiver Overkill bleibt da nicht aus.

Maze Runner: The Scorch Trials ist vor allem eines - gute Unterhaltung. Der Anspruch ist nicht sonderlich hoch, aber der Film macht Spaß, hat Tempo und frohlockt mit der ein oder anderen düsteren Komponente, die auch Filmliebhaber abseits der Wunschzielgruppe durchaus noch ergreifen kann.

OT: Maze Runner - The Scorch Trials DT: Maze Runner 2 - Die Auserwählten in der Brandwüste VÖ: 2015 Laufzeit: 132 Minuten FSK: 12 (geschnitte Kinofassung) R: Wes Ball D: Dylan O'Brien, Kaya Scodelario, Thomas Brodie-Sangster
Trailerlink

Christian

Bildquelle: 20th Century Fox

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