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Hatchet III (2013) #horrorctober



Adam Green präsentiert uns mit Hatchet III das vorläufige Ende der Saga um den entstellten Serienkiller Victor Crowley. Green überließ bei diesem Sequel dem Kameramann der ersten beiden Filme, BJ McDonnell, den Regiestuhl. An der Formel hat sich trotzdem wenig geändert, auch wenn an der einen oder anderen Schraube etwas gedreht und nachgeölt wurde.

Marybeth hat auch das zweite Massaker in den Sümpfen überlebt und rennt bewaffnet mit dem Skalp Victor Crowleys in der Hand direkt in das örtliche Polizeirevier. Die Geschichte kauft ihr niemand ab und so wird sie zunächst inhaftiert. Während zunächst Tatortreiniger und später ein SWAT-Team Marybeths Geschichte auf den Grund gehen. Erwartungsgemäß nicht sonderlich erfolgreich. Währenddessen ergründen Marybeth und eine sensationslustige Journalistin das Geheimnis um Crowley um diesen nun entgültig zur Strecke zu bringen.

Auch Teil 3 ist eine nahtlose Fortsetzung des Crowley-Mythos'. Jedoch ist das Tempo des Films unter der Regie von McDonnell deutlich höher als in Greens Vorgängern. Hatchet III macht sich auch direkt metamäßig lustig über die Vorgänger. Dass ausgerechnet Adam Green in dieser Gagszene mitspielt, lässt Hatchet schon fast Scream-Meta-Gefilde erreichen. Natürlich nicht. Aber dennoch sitzen auch in Hatchet III einige Gags, wenn auch meistens unter der Gürtellinie. McDonnell führt nichtsdestotrotz Greens Weg fort und setzt weniger auf Humor, mehr auf Gewalt und eine düstere Grundstimmung.


Doch der Geschichte um Victor Crowley kann auch Adam Greens Drehbuch in Teil 3 nicht viel hinzufügen. Der Film versucht zwar in aller Regelmäßigkeit eine Story zu erzählen, merkt dann aber selbst wie unnötig jene Versuche sind und beruft sich dann wieder auf die übliche Stärke, den Splatter. Der Cast regt dieses Mal nicht ganz zum Revivaljubel an. Neben Kane Hodder und der stets hochsympathischen Danielle Harris, sind dieses Mal illustre Genreikonen wie Zach Galligan (Gremlins 1+2), Sid Hag (The Devils Rejects und Co.) und Scream-Queen Caroline Williams (Texas Chainsaw Massacre 2) mit an Bord. Auch wenn man letztere dank Mithilfe einiger Ärzte kaum noch erkennen kann. Danielle Harris bekommt im dritten Hatchet leider viel zu wenig Screentime.

Ein kleiner Pluspunkt für Hatchet III ist die Idee ein SWAT-Team in den Sumpf zu schicken. Dieser Kniff wird leider in Slashern mit übernatürlich starken Antagonisten viel zu selten gezogen. An der Grundsituation, dass eine Gruppe von Leuten durch Victor Crowley im Wald gemeuchelt wird, ändert das natürlich nichts. So ist die Splatterorgie auch wieder durch einen hohen Blutzoll geprägt, auch wenn ich gestehen muss, dass die Effekte im dritten Film nicht mehr ganz auf der Höhe der ersten beiden Filme sind. Auch der Schnitt lässt manches Mal zu wünschen übrig.

Die neuen Stärken und Schwächen halten sich die Waage. Auch Hatchet III liefert wie seine beiden Vorgänger unglaublich blutige und unterhaltsame Old-School-Horrorkunst, die für niemand anderes produziert wurde als für die Fans des Genre. Schwach ist das nie, aber trotz der Non-Stop-Action auch selten so gut wie die beiden ersten Filme. Zu viele Köche, in diesem Fall Figuren, verderben den Brei. Manchmal gesellt sich ein noch nicht ganz versierter Regiedebütant dazu. Mal sehen ob die Reihe damit wirklich beendet ist. Ich habe da so meine Zweifel.

OT: Hatchet III VÖ: 2013 Laufzeit: 89 Minuten FSK: - R: BJ McDonnell D: Danielle Harris, Kane Hodder, Zach Galligan, Caroline Williams
Trailerlink

Christian

Bildquelle: Metrodome

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