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Ouija (2014)



Ihr mögt unspektakulären, stereotypischen und vor allem komplett ungruseligen Horror? Dann seid ihr bei Ouija genau richtig. Also weiterlesen! Nach dem desaströsen Battleship hat Spielehersteller Hasbro mit Ouija einen weiteren Brettspielklassiker ins Kino gebracht. Wie wir spätestens seit Jumanji wissen, bedeutet das jedoch nicht automatisch, dass ein schlechter Film dabei ausgewürfelt wird.

Aber... in diesem Fall schon. Ouija sieht sich selbst als Horrorfilm und liefert auch alle Stereotypen und Tropes für einen solchen. Doch, dass dabei ein so langweiliger Film herauskommt, hätte ich nicht für möglich gehalten. Hier läuft von der ersten bis zur letzten Sekunde alles erwartungsgemäß und überraschungslos ab. Freunde spielen mit dem markanten Ouija-Board und es geschehen unheimliche Dinge. Das ist die Story. Buuuuuuuuuuuuhhhh!

Zwar hat man mit Olivia Cooke einen aktuellen Shooting-Star (Me and Earl and the Dying Girl) mit an Bord, aber auch diese passt sich nur dem niedrigen Niveau des Casts an. Alle Figuren sind komplett facetten- und konturlos geschrieben und somit komplett uninteressant für den Zuschauer. Stiles White, hier als Regiedebütant unterwegs, scheint seinen jungen Cast nicht besonders an die Hand genommen zu haben.


Spukmäßig ist der Film wirklich zahm und biedert sich damit nur den anderen harmlosen US-Produktionen der letzten Monate an. Hier und da ein Jumpscare oder ein Klirren und Rascheln dort. Das muss reichen. Ja, für 12-jährige gibt es vielleicht ein paar aufregende Momente, das stimmt, aber das ist mir zu wenig, auch wenn der Film in den USA wahrscheinlich genau für diese Zielgruppe angedacht war. Aber nur weil der Film für junge Leute produziert wurde, heißt es ja nicht automatisch, dass man uns für dumm verkaufen muss oder?

Stupid White Teens. Wir begleiten also komplett weiße, naive Teenies (die von viel zu alten Darstellern gespielt werden) dabei von einem plötzlich ins Bild huschenden Einkaufswagen erschreckt zu werden. Man, man, hört doch bitte auf uns immer und immer wieder die gleichen, langweiligen Geschichte zu erzählen. Die Figuren handeln so blöd, dass man sich deren Eltern herbei wünscht, damit diese Nichtsnutze endlich mal bestraft werden oder zur Schule geschickt werden. Achja, Eltern? Gibts nicht in dem Film. Logik? Aber hallo!

Ouija ist so originell wie eine Bockwurst mit Senf und Brötchen. Der Streifen ist langweilig, langsam, unterdurchschnittlich gespielt, mies geschrieben und völlig ideenlos inszeniert. Jede Episode Gänsehaut war da früher aufregender. Warum ich mich so aufrege? Weil man mit diesem simplen Konzept mit etwas Kreativität und Mut einen richtig guten und atmosphärischen Grusler hätte schaffen können.

OT: Ouija DT: Ouija - Spiel nicht mit dem Teufel VÖ: 2014 Laufzeit: 89 Minuten FSK: 16 R: Stiles White D: Olivia Cooke, Ana Coto, Daren Kagasoff, Douglas Smith
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Christian

Bildquelle: Universal Pictures

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