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Madman (1982)



Sommercamp. Lagerfeuer. Mythen, Legenden und erfundene Geschichten werden sich erzählt. Madman Marz spukt durch die Wälder, wenn man ihr nur ruft. Im jugendlichen Leichtsinn ruft eines der Kids den Madman, doch keiner nimmt die Gefahr ernst. Erst als es die ersten Campaufseher blutig trifft, ahnt der Rest der Meute, dass es diesen Madman Marz wirklich gibt...

Madman ist ein wirklich sehenswerter Film aus den frühen 80ern, einer Phase, als prinzipiell jeder neue Slasher ein Moneygenerator war. Friday The 13th und The Burning haben gezeigt, wie man an den Kinokassen mit solch simplen, aber effektiven Geschichten ordentlich abräumt. Madman ist im herkömmlichen Sinne nicht mal ein Ripoff der bekannten "Ferienlager im Wald"-Handlung. Ursprünglich sollte der Film viel früher erscheinen, doch als man mitbekam, dass ausgerechnet der maßgebliche Cropsy-Mythos bereits von einem anderen Studio verfilmt wird, nämlich mit The Burning, ruderte man zurück, legte den Film auf Halde und schrieb die Geschichte leicht um. Was Madman trotz seiner ausgenudelten Story so gut macht, ist seine audiovisuelle Qualität. Regisseur Joe Giannone und Kameramann James Lemmo liefern ein paar richtig starke Einstellungen und Nachtaufnahmen ab. Dazu gesellt sich ein musikalische Begleitung zwischen grenzpeinlichen Popsongs und einem tollen, atmosphärischem Score. Besonders der catchy Titeltrack mutiert definitiv zügig zum Ohrwurm.


Natürlich bedient Madman alle gängigen Stereotypen und Tropes. Die Figuren sind bis auf den weisen Campleiter alle nicht besonders sympathisch. Stattdessen werden sie genreüblich als naiv und übersexualisiert dargestellt. Ein Highlight des Films, ganz klar die Szene, in der sich eine Person versucht in einem Kühlschrank vor dem brutalen Killer Marz zu verstecken. In einem Kühlschrank!!! Horrormäßig gibt es einige richtig fiese Jump Scares und starke Kills. Die Gewalt ist nicht omnipräsent, man hat bei der Produktion viel mehr Wert auf eine schön schaurige Stimmung gelegt. Definitiv die richtige Entscheidung, vor allem da schon die optische Präsenz des Killers für den nötigen Respekt sorgt. Ebenfalls für Respekt sorgt das recht mutige Ende, das entgegen sämtlicher Genrekonventionen handelt. Am Ende ist Madman ein richtig unterhaltsamer, atmosphärischer Kultslasher aus dessen großer Blütephase. Vermutlich der beste Slasher, der nie eine Fortsetzung bekam.

OT: Madman VÖ: 1982 Laufzeit: 88 Minuten FSK: - R: Joe Giannone D: Gaylen Ross, Tony Fish, Harriet Bass, Seth Jones
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Christian

Bildquelle: Arrow Films

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