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Digging Up The Marrow (2015)



Regisseur Adam Green ist nach seinen Hits Frozen, Hatchet,der Serie Holliston und seiner transparenten Arbeitsweise für viele ein absoluter Fanliebling im Horrorgenre. Green merkt man an, dass er selbst Fan von Horror, Monstern und allerlei Nerdkram ist. Und genau deshalb ist sein neuester Projekt auch so gelungen. Weil es von einem Horrorfan für Horrorfans produziert wurde. Willkommen beim Meta-Monster-Found-Footage-Film Digging Up The Marrow!

In Digging Up The Marrow spielen sich Adam Green und sein langjähriger Kameramann Will Barratt selbst bei der Aufklärung eines unglaubwürdigen Mysteriums, von denen ihnen der ehemalige Polizist William Dekker erzählt. Dekker behauptet, dass er beweisen könne, dass Monster unter uns bzw. in Höhlen unter uns leben. Und so wittert Green die Idee für einen Dokumentarfilm, bewaffnet sich mit Barratt und Kamerautensilien und legt sich in der Nacht auf die Lauer. Das Konstrukt klingt erstmal nicht besonders aufregend, ganz im Gegenteil, regelrecht ausgelutscht. Ein Irrtum, denn die Mockumentary geizt weder mit guten Dialogen, noch mit spannenden Genreszenen. Dazu gesellt sich das fantastische Monsterdesign des Künstlers Alex Pardee. Schon die Zeichnungen Pardees an den Wänden in Dekkers Wohnung sind sehenswert. Neben zahlreichen Dialogen und Anspielungen auf der Metaebene, gibt es auch einige Gastauftritte anderer bekannter Szenegrößen, wie Kane Hodder, Mick Garris oder Tom Holland. Der Mockumentarystil wirkt dabei nie aufgesetzt, sondern gelungen authentisch und liefert viele atmosphärische Szenen. Lediglich die Besetzung des ziemlich bekannten Ray Wise als William Dekker lässt die Illusion auffliegen. Doch rasch wird klar, dass uns Green gar nichts vortäuschen möchte, sich stattdessen vor dem Horrorgenre und seinen Fans verneigt. Mit Erfolg.

OT: Digging Up The Marrow DT: How To Catch A Monster VÖ: 2015 Laufzeit: 98 Minuten FSK: 16 R: Adam Green D: Ray Wise, Adam Green, Kane Hodder
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Christian

Bildquelle: Tiberius Film

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