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Countdown (2016)



Ein neuer Monat, ein neuer WWE-Film im Heimkino, wenn auch bisher nur in den USA. In Countdown darf sich Wrestler Dolph Ziggler als Cop versuchen um zu verhindern, dass ein kleiner Junge stirbt und gleichzeitig eine Bombe explodiert. Dass Zigglers Figur selbst vor nicht so langer Zeit einen Sohn verlor, macht die Angelegenheit nur noch dramatischer. Ach egal, um es früh auf den Punkt zu bringen Countdown reiht sich bedingungslos in die Reihe extrem bescheidener Produktionen der WWE-Studios ein...

Der Cop-Thriller könnte kaum rudimentärer sein. Es gibt eine grobe Story, gemalt nach Zahlen. All das haben wir schon hundertfach gesehen. Es gibt in Countdown null Spannung, keine Wendungen, nicht mal die kleinste Überraschung. Außer vielleicht, dass sich Debütant Nick Nemeth alias Wrestler Dolph Ziggler in seinem Spielfilmdebüt nicht merklich schlechter anstellt als die Mehrzahl seiner Kollegen. An seiner Seite dürfen der schon etwas erfahrenere Glenn Thomas Jacobs (See No Evil 1+2) alias Wrestler Kane und die von mir verehrte Genre- und B-Darstellerin Katharine Isabelle (American Mary, Ginger Snaps, Freddy Vs. Jason) agieren. Die beiden haben sogar schon zusammen in See No Evil 2 agiert.


Countdown ist absolute Videothekenware von der Stange. Einen künstlerischen Wert gibt es nicht. Nicht mal eine coole Kameraeinstellung oder eine tolle Kampfszene. Im Gegenteil, die Kampfszenen erinnern viel mehr an die letzten zehn Filme von Steven Seagal. Walking Tall, No One Lives und stellenweise die See No Evil Filme bilden also weiterhin die Ausnahme an erträglichen WWE-Filmen. Als wäre das alles noch nicht genug, versucht sich Countdown unter der Regie von John Stockwell (Turistas, Into The Blue) auch noch am ganz schlimmen Product Placement. Da man die Laufzeit mit der mangelhaften Story kaum füllen konnte, begleitet man Ziggler und Isabelle hauptsächlich beim wahllos durch die Gegend laufen und ermitteln. Mit dem in der Vergangenheit hängen gebliebenen Soundtrack will ich besser gar nicht erst anfangen.

Countdown ist ein stereotypisches, komplett generisches, belangloses DTV-Produkt, das zwar letztlich nie wirklich weh tut, aber auch wirklich nichts dafür unternimmt eigenständig oder irgendwie unterhaltsam zu sein. Schade, aus der einen sinnvollen Idee (die WWE Show), die auch schon im Trailer verwurstet wurde, hätte man einen schön ironischen Blick hinter die Wrestling-Kulissen wagen können, aber diese Idee hat bei den Produzenten scheinbar nie eine Rolle gespielt. So bleibt am Ende ein ziemlicher schlechter und vor allem langweiliger Film, mit einer bemitleidenswerten Katharine Isabelle, die wir nun immerhin mal in cooler Cop-Kluft bestaunen durften.

OT: Countdown AT: 6:42 VÖ: 2016 Laufzeit: 93 Minuten FSK: -6 R: John Stockwell D: Nick Nemeth, Glenn Thomas Jacobs, Katharine Isabelle
Trailerlink

Christian

Bildquelle: WWE Studios, Lionsgate

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