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Girlhouse (2014)



Kylie benötigt für die Erfüllung ihrer Wünsche und Träume schnelles Geld. Diese Möglichkeit bekommt sie mit dem Einzug in das Girlhouse, einer Art Frauen-WG, die 24/7 unter Beobachtung im Internet steht und natürlich vor allem bei an Erotik interessierten Kunden für Umsatz sorgen soll. Doch schnell muss Kylie erkennen, dass nicht alle Zuschauer harmlos sind. Insbesondere wenn deren Vergangenheit so aussieht, wie die von Loverboy...

Der ehemalige Schauspieler Trevor Matthews feiert mit dem Slasher Girlhouse sein Regiedebüt und tatsächlich ein überraschend gelungenes. Dabei lässt sich der Film wirklich verdammt viel Zeit, vielleicht etwas zuviel. Die erste Hälfte führt Figuren ein, liefert rudimentäre Charakterisierung und offeriert nicht grade wenig Softerotik. Tatsächlich gibt es genügend nackte Tatsache. Zum einen bedient man damit den Exploitationfaktor, zum anderen passt es inhaltlich ganzgut. Zwar wird Girlhouse nie wirklich gesellschaftskritisch, ein paar Anmerkungen zu diversen Themen über das moderne Computer Zeitalter verkneift sich der Film aber dann auch nicht. Leider verschenkt Matthews Horrorfilm auch ein wenig sein Potential, denn anstatt für einen schönen Reveal am Ende zu Sorgen, klärt er uns bereits im kurzen Intro ausreichend über Hintergründe und Motive auf, wenn auch auf sehr brutale Art und Weise. Während in der ersten Hälfte also Brüste dominieren, geht es im zweiten Abschnitt deutlich brutaler und heftiger zur Sache. Die Spannungskurve steigt gleichermaßen mit dem Tempo und nimmt zum Ende hin keine Gefangenen mehr.

Girlhouse ist handwerklich überraschend gut und hochwertig inszeniert und begeistert zusätzlich mit schönen handgemachten Splatterffekten. Ware von der Stange sieht definitiv anders aus. Viel neues zeigt und erzählt Girlhouse zwar nicht, huldigt aber durchaus an einigen Stellen seinen großen Vorbilder wie Halloween. Und wenn wir schon beim Halloween-Franchise sind, sollte man Anmerken, dass Girlhouse aus dem Online, Reality TV, Big Brother Is Watching You Ding wesentlich mehr macht als Halloween Resurrection zu seiner Zeit. Das Verhalten der Figuren in Girlhouse ist zwar an einigen Stellen etwas fragwürdig, in der Regel aber durchaus nachvollziehbar. Letztlich sorgt das im Zusammenspiel mit dem wirklich bedrohlichen Killer für einige richtig spannende Momente. Der Cast besteht eher aus unbekannten Darstellern. Lediglich Hauptdarstellerin Ali Cobrin (American Reunion, Neighbours) und Rapper Slaine (The Town, Gone Baby Gone, Killing Them Softly) dürften eingefleischten Filmfans bekanntere Namen sein. Mit Girlhouse habe ich einen billigen auf reine Schocks ausgelegten Slasher erwartet und bekam letztlich aber einen ansprechend gespielten, für das Genre überdurchschnittlich inszenierten, stellenweise richtig spannenden Slasher alter Schule. Blut & Nacktcroquet FTW!

OT: Girlhouse DT: Girlhouse - Töte, was du nicht kriegen kannst VÖ: 2014 Laufzeit: 100 Minuten FSK: 18 R: Trevor Matthews, Jon Knautz D: Ali Cobrin, Slaine
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Christian

Bildquelle: Concorde

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