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Central Intelligence (2016)



Verrückte Welt. Während CJ auf der High School der absolute Musterschüler und das absolute Sportass mit nahezu perfekter Zukunftsperspektive war, wurde Außenseiter Robbie auf Grund seines Übergewichts gemobbt und schikaniert. Zwanzig Jahre später, anlässlich eines Jahrgangstreffens, meldet sich Robbie auf Facebook bei CJ, mittlerweile ein enttäuschter Buchhalter und dessen Welt gerät damit sofort aus den Fugen, denn Robbie ist mittlerweile Bob und Bob ist ein muskelbepackter Spion des CIA...

Was nach einer lustigen Buddy-Komödie klingt ist leider nur ein ziemlich belangloser und zum großen Missfallen auch noch weitestgehend humorbefreiter Rohrkrepierer. Es ist wirklich eine Schande, dass es keinem Autoren und keinem Regisseur gelingen will das Charisma und enorme Potential eines Kevin Hart (Ride Along, Grudge Match) auf der Leinwand glänzen zu lassen. Keine Frage, Hart ist auch in Central Intelligence eine Nummer, aber eben der Rest des Films nicht, allen voran sein völlig unglaubwürdig wirkender Co-Star Dwayne Johnson (Furious 7, Pain & Gain), der nach zuletzt eher positiven Stimmen hier wieder klar einen Rückschritt macht. So richtig harmonieren wollen die beiden Stars dann leider auch nicht. Ungewöhnlich distanziert wirken die Performances zueinander.


Wer den Trailer zu Central Intelligence gesehen hat, hat damit auch schon 90% der noch halbwegs tauglichen Gags gesehen. Ansonsten bietet der Film eine komplett oberflächliche, unwichtige Story, die an manchen Stellen aus meiner Sicht sogar die falschen Botschaften vermittelt. Dazu gibt es ein paar überraschende Kameoauftritte, die letztlich aber völlig verschenkt wirken in Rawson Marshall Thurbers (We're The Millers, Dodgeball) Action-Comedy. Positiv anrechnen muss ich Central Intelligence die Absicht ein paar nette Metasprüche und Metagags einzubauen, in solchen Szenen hat der schwache Film seine wenigen, besseren Momente.

Oft versucht Central Intelligence die Zeit zwischen denen als Gags angedachten Szenen mit Lückenfüllerei zu nutzen. Das macht sich dann in stereotypischen Lebensweisheiten oder unnötigen Beziehungskisten bemerkbar. Auch die Actionszenen sind nicht wirklich groß in Szene gesetzt und wirken hastig dahin produziert. Klar Central Intelligence hat das Herz meist am richtigen Fleck und ich gebe jederzeit gerne Geld aus, um Kevin Hart auf der Leinwand zu sehen, aber das Gelbe vom Ei war die Komödie ganz sicher nicht. Vor ein paar Wochen lief mit The Nice Guys ja ebenfalls ein Buddy-Film an und zwischen diesem und Central Intelligence liegen wirklich Welten.

OT: Central Intelligence VÖ: 2016 Laufzeit: 107 Minuten FSK: 12 R: Rawson Marshall Thurber D: Dwayne Johnson, Kevin Hart, Amy Ryan
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Christian

Bildquelle: Warner Bros.

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