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Kill Command (2016)



In der nahen Zukunft wird eine Militäreinheit auf einer abgelegenen Insel ausgesetzt, um eine Trainingsübung mit hochentwickelten Militärrobotern abzuhalten. Doch schnell wird klar, dass aus der Übung bitterer Ernst geworden ist und es fortan für die Elitesoldaten nur noch um das blanke Überleben geht. Steven Gomez' Regiedebüt ist maximal ein klassischer B-Movie, früher hätte man Videothekenware dazu gesagt. Doch der Film hat seine überraschenden Stärken...

Die Story ist rudimentär geschrieben, die Charaktere sind komplett austauschbar und auch ihre Darsteller sind eben nur jenen bekannt, die sich mit DTV-Filmen auskennen. Dafür liefert Kill Command richtig gute Spezialeffekte ab. Die Optik der Kampfroboter und generell der Actionszenen kann sich ohne Probleme mit großen Hollywoodproduktionen messen lassen. Und so funktioniert Kill Command letztlich auch als reine B-Action mit großem Funfaktor. Der Plot hält sich nicht lange auf und versetzt uns direkt ins Geschehen und recht zügig beginnt auch schon das Geballer. Es gibt keine Überraschungen und irgendwie hat man alles schon mal gesehen. Aber der Film ist auch gar nicht darauf ausgelegt. Er will mit seiner Action, seinem Scifi-Setting und den sehr gelungenen visuellen Effekten unterhalten und das gelingt ihm auch. Müsste man den Film irgendwo einordnen dann zwischen Predator, Terminator und irgendwie auch den Transformers. Nur eben alles eine Nummer kleiner. Hier wird keine Stadt zerlegt, sondern ein Überlebenskampf im Wald bzw. zwischen verlassenen Ruinen geschildert. Es gibt hier keinen Schwarzenegger, aber dafür die durchaus charismatische Vanessa Kirby (Everest, Jupiter Ascending).


Die Effekte, teils teils CGI und handgemacht, muss man wiederholt loben. Bedenkt man die ziemlich geringen Produktionskosten kann man nur sagen, dass die Qualität der visuellen Darstellungen im Sektor des DTV wohl einzigartig sein dürften. Der Film ist zwar stellenweise erzählt wie ein Streifen der berühmten Asylum-Schmiede oder vom Syfy-Channel, ist aber schon rein vom Look her nie und nimmer mit diesen schlimmen Produktionen vergleichbar. Trotz des schnellen Pacings und der tollen Technik, gelingt es Kill Command aber nicht über die volle Laufzeit zu begeistern. Dafür fehlt einfach das Highlight oder ein gelungener Spannungsbogen. Ein paar Minuten weniger hätten dem Film auch nicht geschadet. Ist eben kein Terminator.

Mensch gegen Maschine. Da erzählt Kill Command definitiv nichts neues, aber Fans klassischer Action B-Movies sei Steven Gomez' Film definitiv ans Herz gelegt. Freunde schicker visueller Werte sollten hier auch einen Blick riskieren. Wer jedoch auf Storytelling, Charakterzeichnung Wert legt oder was erfrischend neues sucht, sollte lieber in ein anderes Regal greifen.

OT: Kill Command VÖ: 2016 Laufzeit: 99 Minuten FSK: 16 R: Steven Gomez D: Vanessa Kirby, Thure Lindhardt, David Ajala
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Christian

Bildquelle: Universum Film GmbH

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